Junge Männer wissen nicht, was sie tun

Wegen dummer Aktion: Lübecker Bahnhof für Zugverkehr gesperrt

Einsatz am Hauptbahnhof in Lübeck (Schleswig-Holstein). Symbolbild.
Einsatz am Hauptbahnhof in Lübeck (Schleswig-Holstein). Symbolbild.
© deutsche presse agentur

27. Oktober 2021 - 9:04 Uhr

Lebensgefahr und verspätete Züge

"Auf die Idee muss man erst einmal kommen!", so die Bundespolizei in Kiel in ihrer Mitteilung nach einem Einsatz am Montagabend am Lübecker Hauptbahnhof. Ein Lokführer hatte gemeldet, dass sich Personen im Gleisbereich des Bahnhofes aufhalten. Und die Personen hatten einen unglaublich banalen Grund für ihre gefährliche Aktion.

Bundespolizei entdeckt zwei junge Männer

Aufgrund der ungeklärten Lage musste der komplette Lübecker Bahnhof für den Zugverkehr gesperrt werden, erklärt die Bundespolizei. Dann machte sich die Streife auf die Suche nach den Personen und erwischte einen 17- und einen 20-Jährigen. Die Männer hatten den Bahnsteig 4 im Außenbereich im Lübecker Bahnhof verlassen und überquerten das Gleis 8 um in den Zwischenbereich zum Gleis 7 zu gelangen.

Ihr Ziel: Ein Putzeimer

Dass sich die beiden jungen Männer in Lebensgefahr befanden und was sie mit ihrem Verhalten ausgelöst hatten, war ihnen wohl nicht bewusst. Denn der Grund für diese Aktion klingt so unglaublich. Ihr Ziel war ein von den Reinigungskräften abgestellter Eimer mit Putzutensilien. Der 17-Jährige erklärte der Streife reumütig, dass er sein Fahrrad mit den Lappen reinigen wollte. Die Idee dazu war ihm gekommen, als er die Putzutensilien sah.

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Aufenthalt in den Gleisen sehr gefährlich

Nach Feststellung ihrer Personalien und einem negativen Alkoholtest, belehrten die Beamten die beiden Männer über die Gefahren im Gleisbereich. In ihrer Mitteilung warnt die Bundespolizei warnt nochmal ausdrücklich vor dem unerlaubten Aufenthalt in den Gleisen und vor den Gefahren durch die fahrenden Züge mit ihren langen Anhaltewegen.

Dummheit kann teuer werden

Der 17-Jährige und sein 20-jähriger Begleiter erhielten Ordnungswidrigkeitsanzeigen und durften den Bahnhof, diesmal auf rechtem Weg, verlassen. Allerdings könnte ihre dumme Idee noch teuer werden, denn die Deutsche Bahn AG könnte noch Forderungen wegen der Zugverspätungen an die Beiden haben. Der Grund: Fünf Züge erhielten insgesamt 70 Minuten Verspätung. (nid)