Ungewohnte Situation für Kreml-Chef

Wie bestellt und nicht abgeholt: Erdogan lässt Putin bei Gipfeltreffen warten

Erdogan lässt Putin bei Gipfeltreffen warten Wie bestellt und nicht abgeholt
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Wie bestellt und nicht abgeholt
Erdogan lässt Putin bei Gipfeltreffen warten

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Kremlchef Putin ist bekannt dafür, seine Staatsgäste auch gerne schon mal warten zu lassen. Aber beim Gipfeltreffen in Teheran gab es jetzt einen Rollentausch. Denn der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan drehte den Spieß einfach um und ließ den russischen Präsidenten zappeln. Eine für Putin ungewohnte Situation, in der er sich sichtlich unwohl fühlte.

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Ungewohnte Situation für Kreml-Chef Putin

Der russische Präsident Wladimir Putin ist seit Langem dafür bekannt, dass er Staatsgäste gerne warten lässt. Nun erging es dem Kremlchef selbst wie denen, die er damit beeindrucken will. Bei seinem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Dienstag in Teheran war es Putin, der quälend lange auf seinen Gesprächspartner warten musste.

Eine veröffentlichte Videoaufnahme zeigt, wie Putin alleine den mit Journalisten besetzten Konferenzraum betritt. Doch anders als erwartet folgt ihm Erdogan nicht direkt. Der Kremlchef stellt sich vor die beiden reservierten Stühle, verschränkt die Arme und blickt Richtung Eingang. Doch als Erdogan noch immer nicht auftaucht, wirkt der 69-Jährige zunehmend ungeduldig. Er zuckt mit den Mundwinkeln, verlagert sein Körpergewicht von einem Bein aufs andere und senkt die Augen.

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Wollte Erdogan sich mit seinem Verhalten bei Putin revanchieren?

Nach etwa 50 Sekunden, die wie eine Ewigkeit wirken, betritt Erdogan den Raum. Sofort sieht man Putins Anspannung fallen. Beide Staatschefs begrüßen sich mit einem Händedruck. Bei Twitter sorgt das Video für reichlich Schadenfreude. "Putin erhält eine Kostprobe seiner eigenen Medizin", schreibt ein Nutzer. Zu sehen sei die "ganze Bandbreite der Emotionen von 'Gedemütigten und Beleidigten'".

Die Journalistin Joyce Karam mutmaßt auf Twitter, dass Erdogan mit seinem Verhalten möglicherweise Revanche üben wollte. Der türkische Präsident musste nämlich 2020 mit seinem Stab bei einem Besuch in Moskau zwei Minuten in einem Vorzimmer des Kreml auf Putin warten. Auch dieser Vorfall ist filmisch dokumentiert und wurde damals von russischen Medien ausgeschlachtet. In der türkischen Öffentlichkeit wurde der Akt als tiefe Demütigung aufgefasst. (ntv.de/jpe/jug/kko)

Zuerst erschien der Artikel auf ntv.de.

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