Gute Nachricht: kein Totalausfall dabei

Wäschetrockner im Check bei Stiftung Warentest: Welche trocknen am besten?

Eine Trockner kann im Haushalt wertvolle Dienste leisten. Welche Geräte sind gut getestet?
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21. September 2020 - 10:05 Uhr

Die besten Wäschetrockner

Gerade in der kälteren Zeit des Jahres ist ein Wäschetrockner eine tolle Sache. Doch welches Gerät trocknet richtig gut und verbraucht dabei nicht allzu viel Strom? Das wollte die Redaktion von Stiftung Warentest wissen und kam zu einem überraschenden Ergebnis: Schranktrockene Wäsche kriegen alle hin, aber beim Programm "Bügelfeucht" hapert es bei einigen deutlich, vor allem an einer realistischen Restlaufzeit-Anzeige.

Ein Wäschetrockner ist hilfreich, wenn das Wetter nicht gut ist oder es mal schnell gehen soll

Weiche Wäsche aus dem Wäschetrockner
Der Trockner sorgt für weiche Wäsche
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Wer schon mal einen Wäschetrockner besessen hat, möchte ihn meist nicht mehr missen: Kein hektisches Rennen, wenn plötzlich Regen einsetzt und die Wäsche draußen hängt. Keine Sweater, die drei Tage lang klamm auf der Leine vor sich hindümpeln, weil wegen Regenwetters die Luftfeuchtigkeit so hoch ist. Und keine brettharten Handtücher mehr, sondern flauschig weiche Frotteeware, fast wie aus dem Laden. Dazu desinfizieren die heißen Temperaturen im Trocker die Wäsche.

Doch worauf müssen wir achten, wenn wir uns einen Wäschetrockner zulegen möchten? Und welche Geräte überzeugen im Belastungstest? Das hat ein Team der Stiftung Warentest für uns herausgefunden. Die Tester haben acht Geräte genauer unter die Lupe genommen.

Untersucht wurden dabei vor allem die Trockenleistung, aber auch die Handhabung von Flusensieb, Tür und Co. sowie die Anzeigefunktion, die Umwelteigenschaften und die Sicherheit der Wäschetumbler.

Manche Wäschetrockner sind echte Bummler, andere sogar zu fix

Die gute Nachricht: Wählt man eins der Geräte aus dem aktuellen Heft, kann man nicht viel falsch machen. Alle acht getesteten 7-Kilogramm-Wäschetrockner schneiden mit der Note "gut" oder "befriedigend" ab und machen, was sie sollen. Der Teufel steckt hier im Detail. So zeigen einige der Modelle die Restlaufzeit nicht richtig an. Blöd, wenn man wibbelnd davorsteht und dachte, dass das Lieblingsshirt noch rechtzeitig trocken ist, bis man los muss. Einige Geräte im Test waren aber sogar deutlich schneller fertig mit der Wäsche als angezeigt. Eigentlich gut, muss man nur wissen, wenn man die Wäsche nicht lange in der Trommel liegen lassen will.

Testsieger ist der Miele TEB 155 WP🛒 für ca. 820 Euro ("gut", 1,8), der in allen Punkten überzeugt. Für rund 300 Euro weniger bekommt man mit dem Beko DE 744 RX1🛒 ("gut", 2,2) den Zweitplatzierten des Tests. Im Stromverbrauch schneidet er ebenfalls super ab, aber das Flusensieb ist nicht so einfach zu handhaben und die Bügelfeuchte war nicht ganz so, wie die Tester es erwartet hätten.

Selbst die Plätze 7 (Samsung DV71M5020KW/EG*) und 8 (Sharp KD-GHB7S7GW2-DE*) schneiden mit 2,7 bzw. 3,0 ab. Respektable Bewertungen also für alle Geräte und kein Totalausfall dabei.

Auf folgende Punkte können Sie bei der Modellwahl achten:

  • Schauen Sie auch auf den Stromverbrauch. Er summiert sich bei einem Vier-Personen-Haushalt in zehn Jahren auf etwa 500 bis 700 Euro, je nach Gerät. Rechnen Sie also Stromverbrauch und Anschaffungskosten zusammen und vergleichen Sie dann die Gesamtsummen, wie es die Tester getan haben.
  • Einige der getesteten Geräte sind baugleich auch unter anderer Modellbezeichnung erhältlich. Details gibt's im ausführlichen Test im Heft oder auf der Webseite von Stiftung Warentest.
  • Überlegen Sie für sich, was Ihnen wichtig ist: Ist der Geräuschpegel für Sie relevant, weil sie dünne Wände und einen lärmempfindlichen Nachbarn oder kleine Kinder im Nebenzimmer haben?
  • Wird im Wäschetrockner der fluorierte Kohlenwasserstoff R134a eingesetzt? Seine Umweltbilanz ist 1.430 Mal so hoch wie die von Kohlendioxid! Die meisten neueren Geräte kommen ohne den Klimakiller aus, im aktuellen Test alle bis auf das Samsung-Modell.

Den ausführlichen Test können Sie auf der Website der Stiftung Warentest abrufen.

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