2019 M02 6 - 13:21 Uhr

Niederlande: Die wenigsten Fälle weltweit

Mobbing in Deutschland: Jeder 5. Jugendliche ist betroffen. Ein Riesenproblem. In den Niederlanden gibt es die wenigsten Fälle weltweit, so eine aktuelle Studie. Was läuft dort an den Schulen besser als bei uns und was können wir davon lernen? Wir haben an einer Schule gedreht, bei der das Fach "Anti-Mobbing" regelmäßig auf dem Stundenplan steht. Sollte das Modell vielleicht auch auch deutsche Schulen übertragen werden?

Gute Ansätze in Deutschland - aber reicht das?

Youtuberin Hazel
Youtuberin Hazel sieht sich täglich mit Mobbingkommentaren konfroniert. Sie gibt den Schülern den Tipp: "Im Internet ist Hass gegen euch nicht euer Problem - sondern das des haters."
© RTL, infoNetwork

Der deutsche Anti-Mobbing-Experte Carsten Stahl kennt den Grund, warum der Grad vom Zuschauen zum Selbermobben schmal ist: "Weil man dazugehören will, weil man der Gruppendynamik und dem Gruppenzwang folgt. Die meisten Menschen haben Angst, dass sie selbst zum Opfer werden, wenn sie eingreifen oder was sagen."

Auch in Deutschland gibt es schon gute Ansätze. In Düsseldorf teilen Youtuberinnen am "Safer Internet Day" ihre Erfahrungen mit Hass im Netz mit Achtklässlern, um die Schüler gegen Mobbing stark zu machen. Wie gehen die Youtuberinnen denn mit Cybermobbing um?

"Mein großer Tipp ist: Wenn jemand einen Hasskommentar schreibt, dann hat er ein Problem mit dir - und es ist sein Problem und nicht deins. Man muss sich wirklich auf sich selbst konzentrieren und nicht auf die Probleme von anderen."

Schön wäre es, wenn solche Anti-Mobbing-Aktionen standardmäßig an unseren Schulen stattinden oder sogar regelmäßig im Stundenplan stehen würden. Wie eben in den Niederlanden.