CDU-Vize kämpft um Regierung

Volker Bouffier: Es kommt nur darauf an, wer die meisten hinter sich bringt

Volker Bouffier (CDU), Ministerpräsident von Hessen, spricht. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild
Volker Bouffier (CDU), Ministerpräsident von Hessen, spricht. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild
© deutsche presse agentur

27. September 2021 - 8:39 Uhr

Wer hat die stabile Mehrheit?

CDU-Bundesvize Volker Bouffier hat den Willen der Christdemokraten betont, die nächste Bundesregierung zu bilden. Nach dem voraussichtlich sehr knappen Wahlausgang werde es dann um die Frage gehen, wer eine stabile Mehrheit hinter sich bekomme, sagte der hessische Ministerpräsident am Sonntagabend. "Wir sind bereit, diese Gespräche zu führen." Nach den ersten Hochrechnungen werde die künftige Bundesregierung wohl aus drei Partnern bestehen. "Das wird anspruchsvoll. Aber ich glaube, dass das gelingen kann."

CDU-Koalition mit Grünen und FDP möglich

Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende hatte bereits wenige Tage vor der Bundestagswahl gesagt: "Selbstverständlich können auch zweitplatzierte Parteien versuchen, eine Regierung zu bilden. Ich finde es albern, dass nun darüber diskutiert wird, ob nur der Erstplatzierte die moralische Legitimation hat, den Kanzler zu stellen." Es komme nur darauf an, wer die meisten hinter sich bringe.

+++ Alle News zur Bundestagswahl im Liveticker +++

Mit Blick auf eine rechnerisch mögliche Koalition aus CDU, Grünen und FDP sagte Bouffier: "Das ist das, was wir für richtig halten." Entscheidend sei, dass wohl ein Rot-Rot-Grünes Bündnis verhindert werden konnte. "Wir wollten nicht, dass das Land politisch links geführt wird." (dpa/gmö)