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Viersen: Mord an Kita-Kind Greta (†3) - Verteidigung von Täterin Sandra M. legt Revision ein

Verteidiger legen Revision ein

Mord an Kita-Kind Greta wird Bundesgerichtshof beschäftigen

Erzieherin Sandra M. zu lebenslanger Haft verurteilt Mord an Greta (†3) aus Viersen

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Sandra M. plädierte auf Unschuld

Der Mord an der kleinen Greta in einer Kita im niederrheinischen Viersen wird den Bundesgerichtshof beschäftigen. Die Verteidiger der zur Höchststrafe verurteilten 25-jährigen Erzieherin Gretas , Sandra M., haben wie angekündigt Rechtsmittel eingelegt und ziehen in die Revision. Das hat ein Gerichtssprecher mitgeteilt.

Besondere Schwere der Schuld festgestellt

Sandra M. war wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Mönchengladbach hatte auch die besondere Schwere ihrer Schuld festgestellt. Für die Richter stand fest, dass Gretas Erzieherin dem kleinen Mädchen im Schlafraum der Kita den Brustkorb so zusammen gedrückt hat, dass es erstickte. Das Kind starb einige Tage später im Krankenhaus - einen Tag nach seinem dritten Geburtstag. Die 25-Jährige hatte bis zuletzt ihre Unschuld beteuert.

Richter führte drei Gründe für Urteil an

Es war ein Indizienprozess, das Urteil keine Überraschung. Der Richter führte drei Gründe an: Es gab keine medizinische Erklärung für Gretas plötzlichen Tod. Außerdem habe es immer wieder Taten in ähnlichen Situationen (Wickel- und Schlafsituationen) gegeben. Stets hatte die Angeklagte Dienst und alleinigen Zugang zu Kindern. Sandra M. habe immer wieder zu groben, "bizarren Erziehungsmethoden" gegriffen, sie sei keine Autoritätsperson gewesen.

Quelle: DPA/RTL.de