Verbraucherschutz warnt vor Abofalle

Fake-DHL zockt ahnungslose Verbraucher ab

Über eine Fake-SMS sollen Kunden in eine Abofalle gelockt werden. Sie sollen Geld für die Weitersendung ihres Paketes bezahlen. Die SMS gibt vor, von DHL zu stammen. Tatsächlich stehen Kriminelle dahinter, die Unschuldige in eine Abofalle bringen wollen.. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/ZB
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15. Oktober 2020 - 19:08 Uhr

Bitte nicht auf den Link klicken

Der Verbraucherschutz Deutschland warnt auf seiner Internetseite vor falschen SMS, die angeblich von Paketdienstleister DHL stammen sollen. Klickt man auf den angegebenen Link, besteht die Gefahr in eine Abofalle zu tappen. Wie die Betrugsmasche funktioniert und wie man sich schützen kann, lesen Sie hier.

So schnell kann es passieren

Ein Schnäppchen hier, das Geschenk für die Omi da und noch eine Regenjacke oben drauf – vieles bestellen wir wegen Corona mittlerweile im Netz. Dabei können wir leicht den Überblick über unsere Sendungen verlieren. Kommt dann eine SMS, die angeblich von DHL stammen soll, werden wir vielleicht nicht sofort stutzig. Doch folgende Nachricht stammt nicht von DHL, sondern ist Fake. In der SMS wird ein Paket angekündigt, welches im Verteilerzentrum liegt oder an einer Abgabestelle abgegeben wurde. Für rund zwei Euro kann das Paket aber zugestellt werden.

Auch das Kleingedruckte lesen

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Kunden sollten nie persönliche Daten auf Webseiten eingeben, die ihnen suspekt erscheinen.
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Um zu bezahlen, solle man lediglich auf einen Link klicken, der den Adressaten auf eine unseriöse Internetseite bringt, die der von DHL nachgeahmt ist. Dort wird man zur Eingabe seiner Kontaktdaten aufgefordert. In manchen Fällen sollen sogar Kreditkarteninformationen abgerufen werden. Klickt man danach auf das Feld "Weiter" und übersieht das kleine Häkchen, schließt man ein Abo ab. Im Kleingedruckten wird darauf hingewiesen, dass man nach einer fünftägigen Testperiode ein Abonnement von 69,95 Euro für einen unbekannten Dienst abschließt.

Die Verbraucherzentrale Hamburg rät Folgendes:

  • Überlegen Sie zuerst, ob Sie ein Paket über DHL bestellt haben und noch auf die Sendung warten.

  • Werden Sie aufgefordert, vorab zu zahlen, löschen Sie die Mail. DHL fordert grundsätzlich nicht dazu auf, Waren im Vorfeld zu bezahlen.

  • Öffnen Sie keine Links von unbekannten Absendern. Im schlimmsten Fall können diese Schäden auf dem Smartphone oder PC anrichten.

  • Sie sollten immer vorsichtig mit persönlichen Daten umgehen und diese nie über Internetseiten weitergeben, die Ihnen suspekt erscheinen.

  • Lassen Sie sich von Mahnbriefen nicht einschüchtern. Widersprechen Sie schriftlich. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat einen kostenlosen Musterbrief, den Sie dafür nutzen können.

  • In echten E-Mails von DHL beginnt der enthaltene Link zur Sendungsverfolgung immer mit der Adresse nolp.dhl.de/