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USA: Vater will zu seinem Sohn und stirbt im Schneesturm

Sein Auto rutschte in einen Graben

USA: Vater will zu seinem Sohn und stirbt im Schneesturm

Schwarz-Weiß-Foto eines Vaters mit seinem Sohn auf dem Schoß
Nach einer Autopanne im Schneesturm will dieser Vater zu seinem Sohn, doch er kommt nicht an.
Facebook / Jacob Whaley

USA: Vater stirbt in Schneesturm, weil er zu seinem Sohn laufen will

„Wie erklärt man einem Zweijährigen, dass er seinen Vater nie mehr wiedersehen wird?“, fragt sich Angela Whaley aus dem US-Bundesstaat Virginia im Interview mit dem Lokalsender „CBS 6“. Am 3. Januar rutschte das Auto ihres 34 Jahre alten Bruders Jacob Whaley in einen Straßengraben – mitten in einem Schneesturm. Weil der Vater wohl schnell nach Hause zu seinem Sohn wollte, ging er los. Doch er kam nie an.

Mann versucht, bei eisigen Temperaturen nach Hause zu laufen

„Er hat versucht, einen Weg durch den Wald zu finden, weil er die Siedlung, in der er lebt, hätte erreichen können", sagte Angela Whaley gegenüber „CBS 6“. Doch die Nacht war kalt, die Temperatur gingen auf minus acht Grad runter und Jacobs Telefonakku war fast leer.

„Er ist ausgestiegen, um zu Fuß zu gehen. Sein Telefon hatte nur noch 14 Prozent, als er zu laufen begann. Er hat sich verlaufen. Dabei war er war nicht weit vom Haus entfernt“, so Angela gegenüber „CBS 6“.

Der Ort, an dem das verlassenes Auto gefunden wurde, befindet sich laut dem Sender an der Grenze zwischen Hanover County, Counties Spotsylvania und Louisa.

Vater wird Tage nach seinem Verschwinden tot im Wald gefunden

Tagelang suchten Familie, Freunde und Rettungskräfte nach dem Familienvater. Auch Angela sei stundenlang durch die Kälte gelaufen auf der Suche nach ihrem Bruder, erzählt sie. Am 6. Januar dann traurige Gewissheit: Ein Suchtrupp findet den Vermissten tot im Wald.

Besonders für Jacobs zweijährigen Sohn, ist der Tod des Vaters eine Katastrophe. „Die beiden waren vernarrt ineinander. Sie waren beste Freunde“, erzählt die Schwester des Toten in dem Interview. Aber auch für sie und ihren Vater sei es schlimm, den 34-Jährigen zu verlieren. Es ist nicht der erste Schicksalsschlag in der Familie. Ihr Bruder James sei bereits 2000 bei einem Autounfall ums Leben gekommen. „Ich musste hören, wie mein Vater schrie, weil er noch ein Kind verloren hat“, erzählte sie dem Sender.

Angela ist trotzdem dankbar, denn viele Fremde schlossen sich der Suche an: „Familienmitglieder und Zivilisten, die meinen Bruder nicht einmal kannten“, sagte sie. „Das waren Leute, die ihn vielleicht überhaupt nicht kannten, die bereit waren, nach ihm zu suchen.“ (jmu)