Wollte er den Unfall vertuschen?

Polizist fährt Fußgänger tot, lädt die Leiche ins Auto und fährt nach Hause

Louis S. soll einen Mann totgefahren und in sein Auto geladen haben, weil er die Leiche offenbar verschwinden lassen wollte.
Louis S. soll einen Mann totgefahren und in sein Auto geladen haben, weil er die Leiche offenbar verschwinden lassen wollte.
© Essex County Prosecutor

28. November 2021 - 21:24 Uhr

US-Polizist wegen Unfallflucht angeklagt

Eigentlich sollte Louis S. wissen, wie man sich im Falle eines Unfalls richtig verhält. Denn der 25-Jährige aus dem US-Bundesstaat New Jersey ist Polizist. Als er aber in Newark mit seinem Auto in einen Fußgänger totfuhr, hielt sich S. kein bisschen an die Vorschriften. Er soll die Leiche des Unfallopfers in sein Auto gepackt haben und nach Hause gefahren sein, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Louis S. rammt Fußgänger und fährt einfach weiter

Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden des 1. November. Der Polizist soll auf einer Allee unterwegs gewesen sein, als er einen 29 Jahre alten Krankenpfleger, der zu Fuß auf der Straße unterwegs war, anfuhr. Der Fußgänger hatte offenbar keine Chance und starb noch an der Unfallstelle.

Doch anstatt einen Notruf abzusetzen oder erste Hilfe zu leisten, fuhr S. einfach weiter. Auch sein Beifahrer Albert G. unternahm offenbar nichts, um dem angefahrenen Mann zu helfen. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Polizist kurz danach zu der Unfallstelle zurück kam. Er lud den toten Krankenpfleger in sein Auto, fuhr wieder los und kehrte mit der Leiche im Auto sogar noch mal zu der Unfallstelle zurück, so die Anklage. Dann entschied sich Louis S. aber offenbar, mit dem Toten auf dem Rücksitz nach Hause zu fahren.

Polizist überlegt mit seiner Mutter, wie er die Leiche wiede loswerden kann

Dort soll er laut Anklage seiner Mutter von dem tödlichen Crash erzählt haben und mit ihr zusammen überlegt haben, was er mit der Leiche machen könnte. Am Ende wählte der Vater des 25-Jährigen den Notruf und die Einsatzkräfte fanden den totgefahrenen Mann im Auto des Polizisten.

Louis S. muss sich nun wegen fahrlässiger Tötung, unterlassender Hilfeleistung, Unfallflucht, Leichenschändung und Strafvereitelung verantworten. Auch seine Mutter und sein Beifahrer werden beschuldigt, dem Polizisten geholfen zu haben. Alle drei wurden der Mitteilung zufolge festgenommen, angeklagt. Sie seien unter Auflagen bis zur Gerichtsverhandlung aber wieder auf freien Fuß gekommen. (jgr)