Unternehmen einigt sich mit Eltern in USA

Jozef (2) von Kommode erschlagen - Ikea zahlt 41 Millionen Euro an Eltern

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9. Januar 2020 - 12:17 Uhr

Kind starb, weil eine Ikea-Malm-Kommode es erschlug

Es ist ein tragisches Schicksal, durch kein Geld der Welt wieder gutzumachen. Der kleine Jozef Dudek starb, weil eine Ikea-Kommode auf den Zweijährigen stürzte und ihn unter sich begrub. Nun erhalten die Eltern des Jungen 41 Millionen Euro Entschädigung von dem schwedischen Möbelhersteller. Das teilten die Anwälte der Familie Dudek aus Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania mit.

Vorwurf: Ikea war Gefahr bewusst

Jozef Dudek († 2). Foto: Alan M. Feldman
Jozef Dudek († 2). Foto: Alan M. Feldman

Sie warfen Ikea vor, gewusst zu haben, dass die Malm-Kommoden umkippen können, weil zuvor schon Kinder verletzt oder getötet wurden. Dennoch habe der Konzern seine Kunden nicht gewarnt und dazu aufgefordert, die Möbel an die Wand zu dübeln.

Jozef war im Jahr 2017 so schwer verletzt worden, als die 32 Kilogramm schwere Kommode auf ihn stürzte, dass er dadurch starb.

Mehrere Todesfälle durch Ikea-Möbel

In den USA gab es binnen kurzer Zeit mehrere Todesfälle, weil Menschen das Regal falsch aufbauten: sie missachteten, dass die Ikea-Anleitungen von Regalen und der Malm-Kommode vorsehen, die Möbel zusätzlich an der Wand zu befestigen.

Das verhindert, dass Regale oder Schränke bei Belastung umkippen. Viele halten sich jedoch nicht daran und begnügen sich damit, die aufgebauten Möbel einfach anzulehnen. Das kann fatale Folgen haben. Es reicht aus, dass Kleinkinder sich an die Schubladen hängen oder daran hochklettern, so dass das Möbelstück kippt.