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US-Springreiter Andrew Kocher für 10 Jahre gesperrt: Er misshandelte seine Pferde mit elektrischen Sporen

Er quälte seine Pferde mit elektrischen Sporen

US-Springreiter Kocher für zehn Jahre gesperrt

Grand-Prix of Amsterdam 2020
US-Springreiter Andrew Kocher ist nach dem Urteil des US-Tribunals bis 27. Oktober 2030 gesperrt.
ESPA Photo Agency, picture alliance

Pferde mussten leiden

Immer mehr Fälle von Missbrauch im Reitsport kommen ans Licht. Im Fall des US-Springreiters Andrew Kocher ist das Tribunal des Weltreiterverbandes FEI nun zu einem Urteil gekommen. Kocher wurde für schuldig befunden, seine Pferde bei mehreren Turnieren mit elektrisch geladenen Sporen misshandelt zu haben. Er wurde für zehn Jahre gesperrt und muss eine saftige Geldstrafe zahlen.

Fotos löste Skandal aus

Zehn Jahre Sperre, 10.000 Schweizer Franken (gut 9.000 Euro) Strafe, 7.500 Franken Prozesskosten und außerdem rückwirkende Disqualifikation von acht Turnieren zwischen Juni 2018 und November 2019 – so lautet das Strafmaß, das das FEI-Tribunal über den US-amerikanischen Springreiter Andrew Kocher verhängt hat.

Im Juni 2020 wurden erstmals Anschuldigungen gegen Kocher erhoben. Das französische Reitsportmagazin „Grand Prix Replay“ veröffentlichte Bilder des US-Reiters, die für Fassungslosigkeit in der Reiterwelt sorgten. Auf den Fotos ist zu sehen, wie Kocher beim Reiten offenbar eine Art Druckknopf in der Hand hält. Es sollen auch Spuren von Drähten unter der Kleidung zu erkennen sein.

Scheinbar hatte Kocher seine Pferde bei mehreren Gelegenheiten mit elektrischen Sporen geritten und das ist nach gültigem FEI-Reglement strengstens verboten. Denn die Anwendung jeglicher Elektroschock-Geräte bei Pferden wird als Misshandlung erachtet.

Kocher vom Reitsport suspendiert

Im Oktober 2020 wurde das Verfahren gegen Kocher eröffnet und bis zum 27. Oktober 2030 ist er suspendiert. Das bedeutet, dass er in diesem Zeitraum weder einem nationalen noch einem internationalen Turnier beiwohnen darf, auch nicht als Besucher. Das gilt für FEI-Veranstaltungen ebenso wie für Veranstaltungen irgendeines nationalen Verbandes.

Kocher hat nun 21 Tage lang die Möglichkeit, Einspruch gegen das Urteil vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS abzulegen.