Uni Kopenhagen forscht

Kinderwunsch: Kaugummi „Ovulaid“ soll Fruchtbarkeit von Frauen bestimmen

11. Oktober 2019 - 11:12 Uhr

Neuartiger Fruchtbarkeitstest

Noch ist das zukünftige Kaugummi lediglich eine grüne Flüssigkeit, doch bald soll daraus ein verlässlicher Indikator für die Fruchtbarkeit von Frauen werden. Studenten der Universität Kopenhagen forschen an diesem neuartigen Fruchtbarkeitstest in Form eines Kaugummis, der die Hormone im Speichel messen soll.

So soll das Kaugummi funktionieren:

Besonders Frauen mit Kinderwunsch stellen sich Monat für Monat die Frage: Wann sind meine fruchtbaren Tage? Es werden Eisprung-Apps, Eisprung-Rechner, Ovulationstests, das Messen der Basaltemperatur und vieles mehr ausprobiert. Doch das soll bald viel einfacher gehen. Die Universität Kopenhagen möchte einen Kaugummi entwickeln, der ganz genau den weiblichen Zyklus der Frau vorhersagen soll. Dadurch soll die Chance auf eine Schwangerschaft gesteigert werden.

Das Kaugummi soll verschiedene Hormone im Speichel messen, die während des Eisprungs ausgeschüttet werden: Östrogen sorgt für den Aufbau von Gebärmutter-Schleimhaut, Progesteron hilft dem Uterus sich auf die Schwangerschaft vorzubereiten und LH-Hormone fördern den Eisprung und die Gelbkörperbildung. Wenn sich diese Hormone im Speichel befinden, soll sich die Farbe des Kaugummis verändern.

Zusätzlich wird eine App entwickelt, um die Farbe des Kaugummis interpretieren zu können. Das Kaugummi soll eine diskrete Verpackung bekommen und günstiger als übliche Ovulationstests werden.

Diese Faktoren beeinflussen die Fruchtbarkeit

Es gibt einige Faktoren, die vermutlich die Fruchtbarkeit beeinflussen. Dazu gehören folgende:

  • Alter: Ab dem 30. Lebensjahr sinkt die Fruchtbarkeit etwas, ab dem 35. Lebensjahr schon deutlich. Mit 45 Jahren ist eine Schwangerschaft eher unwahrscheinlich.
  • Stress: Auch Stress kann sich negativ auswirken.
  • Ernährung: Stark über- und untergewichtige Frauen können Fruchtbarkeitsprobleme entwickeln, da der Zyklus dadurch gestört sein kann.
  • Umwelteinflüsse: Industrieschadstoffe und Umweltgifte können die Fortpflanzung verhindern.
  • Alkohol und Nikotin: Auch der Konsum von Alkohol und Nikotin kann Zyklusstörungen hervorrufen und die Spermienproduktion vermindern.
  • Medikamente: Auch Arzneimittel können sich ebenfalls negativ auf den Hormonhaushalt auswirken.

Um eine gute Grundvoraussetzung zu schaffen, empfiehlt sich wenig Stress, körperliche Bewegung, gesunde Ernährung und Entspannung.