Henry hatte das Rett-Syndrom

Unheilbare Krankheit: US-Moderator trauert um seinen Sohn (6)

Henry und sein Vater, NBC-Moderator Richard Engel, kuscheln
Henry, der Sohn des NBC-Moderators Richard Engel, ist verstorben.
Twitter/RichardEngel

Tiefe Trauer bei NBC-Moderator Richard Engel. Sein Sohn Henry (6), der am Rett-Synrom litt, ist am 9. August verstorben. Der trauernde Vater und Chefkorrespondent von NBC News gab die traurige Nachricht am Donnerstag (18. August) auf Twitter bekannt.

„Er hatte die sanftesten blauen Augen"

„Unser geliebter Sohn Henry ist gestorben“, schreibt Richard Engel in seinem Twitter-Post, in dem er auch ein Foto seines geliebten Sohnes teilt. „Er hatte die sanftesten blauen Augen, ein leichtes Lächeln und ein ansteckendes Kichern. Wir haben ihn immer mit Liebe umgeben und er hat sie erwidert und noch viel mehr.“

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Henry hatte das Rett-Syndrom

Auf Twitter teilte der Journalist zudem einen Link zu einer Gedenk-Webseite des Texas Children's Hospital. In dem Nachruf auf den Sechsjährigen teilt das Krankenhaus, in dem Henry Engel seit 2018 Patient war, mehr Details über sein Leben und seinen Kampf mit dem Rett-Syndrom, einer schweren und unheilbaren Erbkrankheit.

Im Kleinkindalter, heißt es dort, hätten Henrys Eltern bemerkt, dass der Junge seine Entwicklungsmeilensteine ​​nicht erreichte. Zahlreiche medizinischen Untersuchungen folgten bis zur Diagnose. „Ein Gentest brachte schließlich die Antwort: Henry hatte eine Mutation in seinem MECP2-Gen. MECP2-Mutationen verursachen das Rett-Syndrom, eine Störung, die typischerweise Mädchen nach ihrem ersten Geburtstag betrifft“, beschreibt das Krankenhaus weiter.

Bei Jungen wird die schwere genetische Erkrankung viel seltener beobachtet als bei Mädchen. Denn bei männlichen Embryonen führen die Mutationen meist schon im Mutterleib zum Absterben des Embryos.

Das Rett-Syndrom hat bei betroffenen schwere körperliche und geistige Folgen. Dazu zählen unter anderem Störungen in der Entwicklung, Skoliose, epileptische Anfälle und das Verlernen bereits erworbener Fähigkeiten, wie Sprechen oder Gehen. Kinder mit dem Rett-Syndrom sind daher dauerhaft auf die Hilfe anderer angewiesen.

Lese-Tipp: Rett-Syndrom: So können Sie helfen

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Henrys großer Einfluss auf die Rett-Forschung

Auch Henry Engels behandelnde Ärztin, die Neurologin Dr. Huda Zoghbi, teilt auf der Krankenhaus-Webseite ein paar rührende Worte in Erinnerung an ihren verstorbenen Patienten: "Henry war in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Sein liebevolles und liebenswertes Lächeln und die Art und Weise, wie er sich mit seinen Augen verbindet, haben mein Herz gestohlen, seit ich ihn getroffen habe", schreibt Dr. Huda Zoghbi.

Am erstaunlichsten sei jedoch der Einfluss gewesen, den Henry auf die Rett-Forschung an ihren Institut, dem Duncan NRI, hatte, so die Ärztin weiter. "Wir werden uns weiterhin so stark wie möglich für die Entwicklung von Behandlungen einsetzen. So werden wir sein Leben ehren.“ (dhe)