Unfreiwilliges Lichtspiel im Landkreis Aurich?

Hakenkreuz-Skandal an Windmühle Berta in Ihlow

Eindeutig zu sehen: Die Lichterketten an der Windmühle wirken wie ein Hakenkreuz.
Eindeutig zu sehen: Die Lichterketten an der Windmühle wirken wie ein Hakenkreuz.
© facebook/Ostfriesengegenrechts

26. November 2021 - 15:49 Uhr

Lichterketten bilden Nazi-Symbol

Absicht oder nur ein unglücklicher Fehltritt? Das fragen sich einige Bewohner der Gemeinde Ihlow nach dem unschönen Lichtspiel an der Mühle Berta. Lichterketten bilden an den Flügeln der Windmühle ein vermeintliches Hakenkreuz. Für den vermutlich unfreiwilligen Skandal im Landkreis Aurich sorgte die Interessengemeinschaft Mühlenfreunde Ihlow.

Interessengemeinschaft pocht auf Unschuld

Die Interessengemeinschaft streitet die Vorwürfe vehement ab. Der Vorsitzende Klaus Möhlmann betont in der "Nordwest Zeitung", dass es sich um einen technischen Defekt handelte. Ein Teil der Lichterkette sei ausgefallen, wodurch das einstige Symbol der Nationalsozialisten entstanden sei. "Das war wirklich einfach Pech, ein Unglücksfall", wird Möhlmann in der Tageszeitung zitiert. Aufgefallen sei ihnen das unglückliche Motiv zuerst gar nicht. Erst durch einen Anruf sei der Stein ins Rollen gekommen. Sofort wurde der Stecker gezogen.

Bild verbreitet sich schnell in sozialen Netzwerken

In den sozialen Netzwerken sorgte die Aktion für Furore. Auf der Facebook-Seite "Ostfriesland gegen Rechts" wurde das Foto der Windmühle mit der Unterschrift "So etwas geschieht nicht versehentlich" veröffentlicht. Das sorgt für mächtig Zündstoff: "Bevor man sowas auch noch verbreitet, sollte man vielleicht die Betreiber mal kontaktieren, ob das so sein soll", schreibt ein User. Ein anderer Nutzer glaubt an die Unschuld der Interessengemeinschaft: "Ich bezweifle, dass das Absicht war, aber selten dumm ist es allemal."

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Bürgermeister hält zu Mühlenbegeisterten

Rückendeckung erhält die Interessengemeinschaft auch vom Ihlower Bürgermeister: Arno Ulrichs (parteilos) bezeichnet die Vorwürfe in der Nordwest Zeitung als "völlig absurd". Mit der Unterstellten rechten Gesinnung trete man den Ehrenamtlichen vor das Schienbein. Er bedauere den Vorfall und verweist auf die technischen Gründe des Malheurs.