Vater fuhr aus dem Halteverbot los

Berlin: Elterntaxi überfährt dreijähriges Mädchen vor Schule

Jedes 5. Kind wird mit dem Auto zur Schule gebracht. (Symbol)
Jedes 5. Kind wird mit dem Auto zur Schule gebracht. (Symbol)
© dpa, Patrick Pleul, ppl vfd sab

25. September 2021 - 9:32 Uhr

Unfall vor einer Grundschule

Der Horror für alle Eltern: Vor einer Grundschule in Berlin-Friedrichshain ist am Mittwochnachmittag ein dreijähriges Mädchen von einem Auto überfahren und mitgeschleift worden. Wie der "Tagesspiegel" berichtet, saß am Steuer ein Vater, der sein Kind mit dem Auto von der Schule abgeholt hatte.

Mädchen erleidet schwere Kopfverletzungen

Um 16 Uhr lief das Mädchen zwischen zwei geparkten Autos auf die Straße. Dort übersah ein 41-Jähriger das Kind. Wie die Polizei berichtet, wurde das Mädchen mit schweren Kopf- und Halsverletzungen, sowie einer Handgelenksverletzung ins Krankenhaus eingeliefert. Im "Tagesspiegel" erzählt ein Augenzeuge, der Mann habe zunächst im Halteverbot geparkt und selbst auf ein Kind gewartet. Offenbar soll er die Dreijährige beim Losfahren überrollt und anschließend noch einige Meter mitgeschleift haben.

Da sich der Unfall kurz nach Schulschluss ereignete, mussten ihn viele Schüler und Eltern mit ansehen. Das Fachkommissariat für Verkehrsdelikte ermittelt.

Zwischenfälle häufen sich

Nach aktuellen Umfragen fahren rund 20 Prozent der Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule oder in die Kita. Immer wieder gibt es Berichte von Unfällen, blockierten Rettungswegen, aber auch von Streit. Für die Kinder bedeuten die oft großen Autos ein Sicherheitsrisiko. Außerdem warnen Kinderpsychologen davor, dass Schüler, die mit dem Auto bis vor die Schulen Tür gebracht werden, nicht lernen, sich im Straßenverkehr zu bewegen. (mch)