Jetzt startet seine Familie einen Spendenaufruf für krebskranke Kinder

Mathias (21) verunglückt nach Motorrad-Aktion "Krach für Kilian"

Der 21-jährige Mathias liebte sein grüne Kawasaki.
Der 21-jährige Mathias liebte sein grüne Kawasaki.
© privat

02. August 2021 - 9:11 Uhr

Mathias verunglückte auf dem Rückweg

Für den kleinen, an krebserkrankten Kilian aus Rhauderfehn, hatten sich vor wenigen Tagen tausende Biker versammelt, um ihm unter dem Motto "Krach für Kilian" seinen letzten, großen Wunsch zu erfüllen. Einer von den angereisten Fahrern war auch der 21-jährige Mathias S. aus Ottersberg. Doch auf dem Rückweg verunglückt er tragischerweise tödlich. Seine Familie versucht jetzt, ihm die letzte Ehre zu erweisen und ist von den Reaktionen überwältigt.

Mathias letzte Fahrt für den guten Zweck - auch nach seinem Tod

Seine Familie schreibt im Netz: "Beflügelt, durch die gute Tat beim "Krach für Kilian", einen krebskranken Jungen seinen letzten Wunsch erfüllen zu können, begab sich Matze auf die Weiterfahrt nach Bremerhaven. Durch einen tragischen Motorradunfall ist er tödlich verunglückt." Auf einer extra eingerichteten Spendenseite wird nun in Mathias Namen Geld für krebskranke Kinder in Not gesammelt. Innerhalb von nicht mal 24 Stunden hat die Familie bereits mehr als 12.000 Euro zusammen und ist überwältigt. Seine Schwester, hörbar von ihrer Trauer bewegt, sagt gegenüber RTL Nord am Telefon: "Es ist ein riesen Trost, was gerade passiert. Wir sind dankbar für jeden Euro. Es spenden viele Motorradfahrer und ganz fremde Menschen!"

„Wir sind Gott sehr dankbar, dass aus dieser Situation so etwas Gutes entsteht.“

Mathias (21) wollte dem krebskranken Kilian helfen. Auf dem Rückweg von "Krach für Kilian" verunglückte er tödlich.
Mathias (21) wollte dem krebskranken Kilian helfen. Auf dem Rückweg von "Krach für Kilian" verunglückte er tödlich.
© privat

Mathias hat als Bankkaufmann gearbeitet, er liebte sein grüne Kawasaki. Er hinterlässt einen Zwillingsbruder. Seine Familie behält ihn als hilfsbereiten, jungen Mann in Erinnerung, der auch ein sehr gläubiger Christ war: "Matzes letzte gute Tat, die er von Herzen und voller Freude gemacht hat, war es, einem krebskranken Kind eine Freude zu bereiten." Trost fänden sie jetzt auch in ihrem Glauben. Und mit den Spenden kann Mathias auch nach seinem Tod vielen kranken Kindern noch eine Freude machen, so wie dem kleinen Kilian. (lsi)