Deutscher Verdächtiger in Haft
Festnahme nach tödlichem Bootsunfall auf Gardasee
Festnahme am Brennerpass
Im Fall des tödlichen Bootsunglücks auf dem Gardasee wurde nun ein Mann festgenommen. Es soll sich dabei um den Deutschen Patrick K. handeln. Das berichten nun mehrere italienische Medien. Noch am Tag zuvor hatte die italienische Justiz einen europäischen Haftbefehl gegen einen der beiden deutschen Verdächtigen erlassen.
Europäischer Haftbefehl gegen 52-jährigen Münchner
Den Verdächtigen wird vorgeworfen, nicht angehalten zu haben, um zu helfen. Die junge Frau und ihr 37 Jahre alter Begleiter kamen beide ums Leben. Die beiden Männer durften zwar kurz nach dem Unfall wieder nach Deutschland zurückreisen, doch die italienische Justiz wollte einen von ihnen per europäischem Haftbefehl wieder nach Italien holen. Das berichteten italienische Medien am Wochenende.
Die Staatsanwaltschaft im norditalienischen Brescia verlangte den Berichten zufolge die Anordnung wegen der Gefahr einer Wiederholung der Tat und des Fluchtrisikos. Der Ermittlungsrichter gab grünes Licht. Es soll sich um denjenigen handeln, der das Boot gesteuert hatte.
Pärchen kollidierte auf Gardasee mit einem Kahn
Das Motorboot mit den Deutschen war Ermittlungen zufolge in der Nacht von Samstag (19. Juni) auf Sonntag mit einem Kahn kollidiert, in dem ein italienisches Pärchen aus der Region um Salò, am Westufer des Gardasees, saß. Ein Mann hatte am Sonntag das kleine Boot mit dem toten 37-Jährigen darin entdeckt. Stunden später bargen Taucher die 25 Jahre alte Frau tot aus den Tiefen des Gardasees. Rechtsmediziner untersuchten ihre Leiche, um die Todesursache festzustellen. Laut Medienberichten kamen sie zu dem Ergebnis, sie sei ertrunken.
Die beiden mutmaßlichen Unfallverursacher hatten später angegeben, den Zusammenprall nicht bemerkt zu haben, wie es aus dem Büro ihres Anwalts hieß. Einer der beiden machte einen Alkoholtest, der negativ ausfiel. Der andere verweigerte das, da er nicht dazu verpflichtet war. (dpa/jar)