Ärzte sollen seine Symptome nicht ernst genommen haben

22-Jähriger klagt über Migräne und Müdigkeit - kurze Zeit später ist er tot

Johnny Alfrey starb mit 22 Jahren
Johnny Alfrey starb mit 22 Jahren - kurz nachdem er über Migräne und Müdigkeit klagte und Ärzte diese Symptome als "Angstzustand" abtaten.
Instagram/johnnyalfxo

Johnny Alfrey aus Littleborough in England leidet über einen Monat an Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Erbrechen und starker Migräne – außerdem kann er nichts essen. Immer wieder geht er mit seiner Mutter Julie ins Krankenhaus. Allerdings werden seine Symptome von Ärzten als „Angstzustand“ abgetan. Kurz darauf verstirbt der 22-Jährige. Laut örtlicher Medien soll jetzt eine Untersuchung ans Licht bringen, was wirklich geschah. Vor Gericht hat Julie Alfrey über den schrecklichen Zustand ihres Sohnes vor seinem Tod gesprochen.

"Die Ärzte taten seine Symptome ab"

Johnnys Mutter Julie erzählt den Anwesenden vom „Rochdale Coroner's Court“ in England, dass ihr Sohn einen Monat vor seinem Tod beim Gehen über Müdigkeit und „Schwere in den Beinen“ geklagt habe, so „Manchester Evening News“. Danach fing er laut seiner Mutter an sich zu übergeben, litt unter intensiver Migräne und konnte kaum schlafen und essen. Daraufhin habe Julie ihren Sohn in eine Notfallklinik gebracht. „Er war schweißnass, und seine Lippen waren blau. Ich musste rennen, um jemanden zu finden. Er war auf seinem Stuhl zusammengesunken, und sie haben ihn direkt dran genommen“, schildert Julie.

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Bei der anschließenden Untersuchung soll ein unregelmäßiger Herzrhythmus festgestellt worden sein, aber keiner vermutete bei Johnnys Alter etwas Schlimmes, so die Mutter. Johnny sei dann von Krankenhaus zu Krankenhaus überwiesen worden sein, keiner hätte ihn aufnehmen wollen. Stattdessen, so erzählt seine Mutter dem Gericht, habe ein Arzt die Symptome des 22-Jährigen als „psychisches Problem“ abgetan. Der Junge hätte „Angstzustände“, nichts weiter. Kurz darauf, bei einem weiteren Arztbesuch, sei eine „abnormale Leberfunktion“ festgestellt worden. Trotzdem sei Johnny angeblich nach Hause geschickt worden. „Er konnte nicht aufstehen. Er schrie: ‚Hilf mir, Mama! Hilf mir! Was ist los mit mir? Ich sterbe’“, erzählt Julie vor Gericht.

Johnnys Todesursache ist bisher unklar

Nur eine Woche danach kommt es noch schlimmer: Der 22-Jährige wird erneut ins Krankenhaus eingeliefert. Die Ärzte sollen Julie gesagt haben, dass die Leber ihres Sohnes versagt habe und seine Nieren dadurch auch beeinträchtigt seien. Zwei Wochen später verstirbt Johnny. Und bis heute gibt es keine Erklärung dafür.

Als Hommage an ihren Sohn findet Julie vor Gericht diese letzten Worte: „Er war gutherzig und liebenswürdig. Er hatte nie ein schlechtes Wort über jemanden zu sagen. Er freute sich auf den Rest seines Lebens und hatte große Pläne.“ Die aktuelle Untersuchung wird hoffentlich zu mehr Klarheit führen und klären können, was mit Johnny passiert ist. (dbö)