Ist die beliebte Marke inzwischen nicht sexy genug?Tchibo stellt Produktion von Traditions-Kaffee ein

Die ein oder andere Kaffeerunde muss sich bald umstellen. Der Kaffee-Riese Tchibo stellt die Produktion der beliebten Kaffeemarke „Gala“ ein. Wie die „Lebensmittel Zeitung“ berichtet, hat die einst so beliebte Marke an Reiz verloren. Kundinnen und Kunden müssen sich jetzt aber auch auf höhere Preise einstellen.
Kunden suchen vergeblich nach ihrem Lieblingskaffee
Wer beim Wocheneinkauf zum gewohnten Griff ins Kaffeeregal ansetzt, packt gerade vielerorts ins Leere. Der Grund? Tchibo nimmt eine der bekanntesten deutschen Marken aus dem Sortiment.
Im Jahr 1997 hat Tchibo den Hersteller Eduscho übernommen und damit auch die Marke „Gala“. Eine Sprecherin sagte sogar, dass man Gala als "historisch stärkste Sorte" des Eduscho-Angebots sehe. Trotz der lobenden Worte muss der Kaffee jetzt allerdings weichen. Grund dafür sind schlechte Umfragewerte.
Im Jahr 2021 lag die einstige Lieblingsbohne im deutschlandweiten Kaffee-Ranking nur noch auf Platz neun. Auch gaben nur 33 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage an, dass sie einen guten Eindruck von der Marke „Gala“ haben.
Tchibo selbst äußert sich nur wage zu dem Produktionsstopp und verweist auf die fast 100-jährige Tradition von Eduscho, die attraktiver als ein reiner Gala-Auftritt wäre.
Verbraucher müssen in Zukunft tiefer in die Tasche greifen
Tchibo hat vor, die entstehende Lücke mit anderen Produkten der Dachmarke „Eduscho“ zu füllen. Nach und nach sollen damit die Gala-Kaffees durch neue Röstungen ersetzt werden.
Mit dieser Umstellung geht aber offenbar auch eine Preiserhöhung einher. Laut Angaben der „Lebensmittel Zeitung“ kostet ein Pfund Kaffee ohne die Traditions-Aufschrift von Gala in Zukunft rund 50 Cent mehr. Das dürfte treue Gala-Kunden gleich doppelt ärgern.
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