"Ein Fels in der Brandung"Nach Tandem-Unglück: Chef der Fallschirmschule ließ selbst eigene Tochter (14) mit Tandemmaster springen

Es ist ein schreckliches Unglück, welches sich am Samstag am Flugplatz Eisenach-Kindel in Thüringen ereignet hat. Bei einem Tandem-Fallschirmsprung stirbt ein 14-Jähriger, der Tandem-Master überlebt den Absturz schwer verletzt. Der Chef der betroffenen Fallschirmschule Christoph Aarns äußert sich im RTL-Interview. Für ihn und seine Kollegen ist es unerklärlich, wie das passieren konnte.
Der Tandem-Master stürzt mit seinem Passagier aus etwa 4.000 Metern ab
Ohne Hilfe leisten zu können, müssen Mitglieder des Fallschirmsportclubs mit ansehen, wie der erfahrene Tandem-Master (46) mit seinem jungen Passagier (14) aus ca 4.000 Metern abstürzt. Für Christoph Aarns ist sein Kollege „ein Fels in der Brandung“. „Er war ein extrem erfahrener Springer, hat tausende Sprünge absolviert, ist bei der Bundeswehr ein erfahrener Mann, hat Lehrgänge organisiert“, so der Chef der Fallschirmschule im RTL Interview. Sogar Aarns eigene Tochter ist schon mit dem Tandem-Master gesprungen, als sie 14 war.
Tandem-Master ist der Einzige, der weiß, was passiert ist
„Er ist nervenstark, ruhig, besonnen, ein Experte in Sachen Sicherheit“, so Christoph Aarns im RTL-Interview über seinen Kollegen. Umso unerklärlicher, wie es zu dem Unglück kommen konnte.
Laut des Vorsitzenden der Fallschirmschule sollen sich die zwei Schirme, an denen das Tandem hing, verheddert haben. Eigentlich stellt ein elektronischer Öffnungsautomat sicher, dass bei Bedarf ein Reservefallschirm geöffnet wird. Eventuell sei es hier zu Komplikationen gekommen. „Wir haben leider keine Videos vom Sprung und können nur warten, ob er was dazu sagen kann, wenn er wieder ansprechbar ist. Er ist der Einzige, der uns sagen kann, was da passiert ist“, so Aarns weiter.
Zeugenaufruf der Polizei nach tragischem Unglücksfall
Nachdem der Tandemsprung für den 14-jährigen Fluggast tödlich endete, hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. Nach derzeitigem Kenntnisstand gehen die Ermittler von einem tragischen Unglücksfall aus. Personen, welche sich zur Unglückszeit, gegen 12:15 Uhr, in der Nähe des Flugplatzes Eisenach-Kindel aufgehalten und etwas beobachtet haben, werden gebeten sich mit der Polizei Eisenach in Verbindung zu setzen. Erreicht werden kann die Polizei unter folgender Telefonnummer: 03691-261124 (Bezugsnummer: 0152712/2022). (ttr)