Können die Hunde etwas erschnüffeln?

Suche nach Rebecca fortgesetzt – Polizei sperrt Autobahnabfahrten

In Brandenburg hat die Polizei die Suche nach der vermissten Rebecca fortgesetzt (Archivbild).
In Brandenburg hat die Polizei die Suche nach der vermissten Rebecca fortgesetzt (Archivbild).
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17. März 2019 - 9:32 Uhr

Personensuchhunde sollen Spuren aufnehmen

Bei der Suche nach der verschwundenen Rebecca konzentriert sich die Berliner Polizei jetzt wieder auf die A12. Am Samstag prüften Einsatzkräfte, ob Personensuchhunde an Anschlussstellen der Autobahn zwischen Friedersdorf und Frankfurt (Oder) Spuren aufnehmen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Es komme deshalb zu Behinderungen und kurzen Sperrungen an Autobahnabfahrten.

Im Einsatz seien etwa zehn Kräfte einer Einsatzhundertschaft, Ermittler der Mordkommission, Kollegen der Brandenburger Polizei sowie drei Hunde, hieß es. Die Aktion begann gegen 10:30 Uhr, die Dauer war zunächst offen.

Die sogenannten Mantrailing-Hunde sollen an den Autobahnabfahrten die Spur von Rebeccas Schwager Florian R. erschnüffeln, erklärte die Polizei gegenüber RTL. Die Hunde seien dazu auch in der Lage, wenn eine Person im Auto gesessen hat. Die Polizei versucht auf diese Weise zu rekonstruieren, wohin Florian R. mit seinem Renault Twingo gefahren ist.

Wie eine Mordkommission arbeitet, erklärt Polizeiexperte Arnold Plickert im Video.

Abfahrten werden kurzfristig gesperrt

Die Brandenburger Autobahnpolizei sperre für die Berliner Kollegen auf der Autobahn nach und nach kurzfristig die Abfahrten, erläuterte der Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, Mario Heinemann, nach Angaben der "Berliner Morgenpost". Dadurch sei z.B. an der Ausfahrt Storkow ein Stau von drei Kilometern Länge entstanden.

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Auto von Rebeccas Schwager wurde auf der A12 erfasst

Rebecca Reusch
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Zuletzt hatte es mehrere Suchaktionen der Polizei in Wäldern nahe der A12 südöstlich von Berlin gegeben. Hintergrund sollen jeweils Hinweise auf das Auto des tatverdächtigen Schwagers von Rebecca gewesen sein. Autofahrten nach Brandenburg hatten den Verdacht gegen den 27 Jahre alten Deutschen erhärtet. Das Auto war am Vormittag des 18. Februar und am Abend des 19. Februar auf der A12 von einem automatischen Erfassungssystem registriert worden.

Rebecca hatte sich am 18. Februar zuletzt im Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers in Berlin-Britz aufgehalten. Sie kam an dem Morgen nicht zur Schule. Ermittler gehen davon aus, dass das Mädchen das Haus nicht lebend verließ, sondern getötet wurde. Der Schwager sitzt in Untersuchungshaft.