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Studie zeigt: 80 Prozent aller Diabetiker lagern Insulin falsch

Viele Diabetiker lagern ihr Insulin falsch
Viele Diabetiker lagern ihr Insulin falsch Es könnte schlimme Folgen haben 00:29

Insulin ist lebenswichtig!

Menschen mit Diabetes sind, wie alle anderen auch, auf Insulin angewiesen. Sie müssen sich das lebenswichtige Hormon jedoch spritzen, weil ihr Körper es - anders als bei gesunden Menschen - nicht selbst produziert. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass fast 80 Prozent der untersuchten Diabetiker das Medikament falsch lagern.

Insulin wird entweder zu warm oder zu kalt gelagert

Insulin sollte bei Temperaturen zwischen zwei und acht Grad Celsius aufbewahrt werden. Die Studie, die nun beim Treffen der europäischen Gesellschaft für Diabetesforschung (EASD) in Berlin vorgestellt wurde, zeigt allerdings, dass das Medikament bei 79 Prozent der Studienteilnehmer zumindest zeitweise entweder zu warm oder zu kalt gelagert wurde.

Bei 388 Diabetikern wurden die Temperaturen direkt neben dem Insulin im Kühlschrank oder in der Aufbewahrungstasche für unterwegs mehrmals täglich mit Sensoren gemessen und die Daten aufgezeichnet. Für durchschnittlich zwei Stunden und 42 Minuten am Tag fiel das Insulin außerhalb der empfohlenen Temperaturspanne.

Am besten mit einem Thermometer kontrollieren

Schuld seien Dr. Katarina Braune von der Charité Berlin zufolge die normalen Schwankungen von Haushaltskühlschränken. "Wenn Sie Ihr Insulin zu Hause im Kühlschrank aufbewahren, benutzen Sie am besten immer ein Thermometer, um die Temperatur zu kontrollieren", rät die Endokrinologin laut "Daily Mail".

Braune erklärt, dass die dauerhaft falsche Lagerung bekanntermaßen Auswirkungen auf die blutzuckerspiegelsenkende Wirkung von Insulin hat. "Wir müssen weitere Forschungen anstellen, um zu untersuchen, welche genauen Effekte die Temperaturschwankungen bei der Lagerung zu Hause auf die Wirksamkeit von Insulin beim Patienten haben."

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