Stiftung Warentest hat Katzenfutter getestet

"Sehr gute" Feuchtfutter für Ihre Katze gibt es schon für 22 Cent

Stiftung Warentest hat Katzenfutter untersucht. Die günstigsten schnitten dabei am besten ab.
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08. Juni 2020 - 12:55 Uhr

Günstige Katzenfutter schneiden am besten ab

Katzenbesitzer wollen vor allem eins: dass ihre Katze ein langes und gesundes Leben führt und sich dabei wohlfühlt. Entscheidend ist dafür natürlich auch die richtige Ernährung. Stiftung Warentest hat 30 Feuchtfutter-Produkte für Katzen getestet. Die erfreuliche Botschaft: Katzen-Eltern müssen gar nicht so viel Geld ausgeben, um ihren Schützling ausgewogen zu ernähren. Gute Noten gab es vor allem für günstige Marken. Dennoch haben die Tester einen großen Kritikpunkt. Wir sagen Ihnen, welche Feuchtfutter besonders gut abgeschnitten haben und welches Produkt der Preis-Leistungssieger ist.

Gute Feuchtfutter für Katzen gibt es schon für 22 Cent

Stiftung Warentest hat 30 Alleinfuttermittel für ausgewachsene Katzen auf den Prüfstand gestellt. Stimmt der Nährstoffmix? Sind Schadstoffe drin? Passen die Fütterungsangaben? Die Tester waren sehr zufrieden: Mehr als jedes zweite Futter im Test schnitt mit "sehr gut" oder "gut" ab. Und auch in puncto Schadstoffe ist alles im grünen Bereich. Für Katzenbesitzer besonders erfreulich: Vor allem die preisgünstigen Produkte konnten bei den Testern punkten. Für einen typische 4-Kilo-Katze kosten die "sehr guten" Futter gerade mal zwischen 22 und 53 Cent.

Besonders auffällig: Gerade viele Futter der Handelsketten tummeln sich in den vorderen, "sehr guten" Bereichen.  Mit der Note 1,3 haben die "K-Classic Zarte Häppchen in Gelee mit Geflügel und Herz" von Kaufland die Experten am meisten überzeugt. Aber auch die Eigenmarken von Edeka, Lidl, Rewe und Rossmann belegen die vorderen Ränge und wurden von Stiftung Warentest mit "sehr gut" bewertet. Dabei punkten gerade die Futter von Lidl und Rewe darüber hinaus mit einem extrem günstigen Preis. Einziges Markenfutter unter den mit "sehr gut" bewerteten Produkten: "Kitekat" mit Huhn in Gelee.

+++ Welches Trockenfutter für Katzen Stiftung Warentest am besten bewertet hat, sagen wir Ihnen hier+++

Diese Feuchtfutter wurden am besten bewertet:

1. Platz 

  • "K-Classic Zarte Häppchen in Gelee mit Geflügel und Herz" von Kaufland  
    (SEHR GUT, 1,3 / mittlerer Preis pro Tagesration: 0,50 Euro)

2. Platz

  • "Gut & Günstig Hello my cat Schlemmerhappen mit Huhn" von Edeka 
    (SEHR GUT, 1,4 / mittlerer Preis pro Tagesration: 0,53 Euro)

3.Platz

  • "Winston Schlemmermenü mit Wild" von Rossmann 
    (SEHR GUT, 1,4 / mittlerer Preis pro Tagesration: 0,47 Euro)


Preis-Leistungssieger: 

  • "Coshida mit Huhn in Sauce" von LIDL
    (SEHR GUT, 1,5 / mittlerer Preis pro Tagesration: 0,22 Euro) und
  • Zarte Stückchen mit Rind und Leber" von REWE
    ​(SEHR GUT, 1,5 / mittlerer Preis pro Tagesration: 0,23 Euro)

  • "Feuchtfutter mit Huhn in Gelee" von Kitekat
    (SEHR GUT, 1,5 / mittlerer Preis pro Tagesration: 0,55 Euro)

Und eine erfreuliche Nachricht für alle Katzen-Besitzer, die ihre Katze gerne biologisch korrekt ernähren möchten: Unter den mit "gut" bewerteten Futtern ist erstmals auch ein Bio-Produkt: "Dein Bestes Bio reich an Huhn mit Pute, Karotte & Rapsöl" von dm. Kritikpunkt hier ist nur eine falsche Fütterungsempfehlung.

Sechs Feuchtfutter für Katzen sind "mangelhaft"

Mehr als eine Milliarde Euro gaben Katzenbesitzer allein im Jahr 2018 für Feuchtfutter aus. Immer im Fokus: die gesunde Ernährung der Mieze. Denn Katzen brauchen hochwertiges, gut verdauliches Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Fettsäuren - und das alles in einem gesunden Mischungsverhältnis. Und gerade dieses Mischungsverhältnis ist es, das die Tester von Stiftung Warentest bei vielen der getesteten Feuchtfutter nicht zufrieden stellte. So enthalten viele Menüs zu viel Phosphor, Natrium oder Kalzium – "oder ein ungünstiges Verhältnis dieser Stoffe", wie Stiftung Warentest schreibt.

Sechs Produkte wurden aus diesem Grund mit "mangelhaft" bewertet. Dass dabei der Preis nicht ausschlaggebend ist, wurde deutlich:  Fünf der schlecht bewerteten Futter sind Markenfutter. Mangelhaft abgeschnitten haben Produkte von Bozita, Fressnapf, Miamor, Purina und Vitakraft. So fanden die Tester bei zwei Menüs von Purina (Nestlé) zu viel Phosphor. Grundsätzlich ist das laut den Experten ein wichtiger Nährstoff, zu viel davon könne jedoch der Gesundheit schaden, weil das die Nieren der Katzen belaste. Andere Futter wie die von Bozita, Futterhaus, Penny, Aldi Nord, Fressnapf, Vitakraft und Zooroyal enthalten nach Ansicht der Tester zu wenig Jod.


Das gesamte Testergebnis können Sie bei Stiftung Warentest nachlesen.


+++ Was Katzen auf gar keinen Fall fressen dürfen, sagen wir Ihnen hier.+++

Ist meine Katze schon zu dick?

Das Thema Fütterungsempfehlung war neben dem Nährstoffgehalt ein weiteres wichtiges Testkriterium. Denn die meisten Katzen seien zu dick, so die Experten. Vier der gesteteten Produkte würden zu hohe Füttermengen empfehlen und seien in diesem Prüfpunkt mangelhaft. Ob Ihre Katze zu dick ist, verrät Ihnen der BMI für Katzen. Wie Sie ihn errechnen, erklären wir Ihnen hier.


Das gesamte Testergebnis können Sie bei Stiftung Warentest nachlesen.


+++ Was Katzen auf gar keinen Fall fressen dürfen, sagen wir Ihnen hier.+++