Stiftung Warentest Katzenfutter: Gutes Trockenfutter muss nicht teuer sein

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24. Mai 2019 - 14:14 Uhr

Das beste Katzenfutter gibt's beim Discounter

Knusprig, dazu noch gesund, ohne Schadstoffe und wenn möglich, auch nicht so teuer – so soll Trockenfutter für Katzen im Idealfall sein. Dass das absolut realistisch ist, zeigen jetzt die Ergebnisse von Stiftung Warentest: Denn das beste Trockenfutter gibt es für nur 5 Cent pro Tagesration beim Discounter.

Vier Trockenfutter schneiden mit 'sehr gut' ab

Stiftung Warentest hat 25 Trockenfutter für Katzen getestet. Alle Testprodukte galten aufgrund ihrer Nährstoffzusammensetzung als Alleinfutter, zwei davon waren Bioprodukte. Im Test wurden die 25 Trockenfutter auf ihre enthaltenen Nährstoffe, die aufgeführte Fütterungsempfehlung, eventuelle Schadstoffe, eine gut wiederverschließbare Verpackung, versprochene Werbeaussagen sowie eventuelle Lockstoffe und Geschmacksverstärker untersucht.

Das Ergebnis: Gutes Futter muss nicht teuer sein. Das am besten getestete gibt's bei Penny für 5 Cent pro Tag. Auch drei weitere Produkte schnitten mit der Note 'sehr gut' ab und sind für 5 bis 22 Cent pro Tagesration zu haben.

Wer also bisher Sorge hatte, dass günstige Produkte eine schlechtere Qualität bieten, kann sich entspannen. Die EU gibt vor, dass alle tierischen Zutaten von schlachttauglichen Tieren kommen müssen. Lockstoffe, die zum Essen anregen sollen oder Antibiotika wurden nicht nachgewiesen. Auch Bestandteile wie Borsten oder Hufe waren nicht enthalten.

Bio, glutenfrei & Co. sind besser? Nein, aber teurer!

Ist günstig besser als teuer? Klar sagen lässt sich das nicht. Wer aber seinen gesunden Ernährungsstil am liebsten auch auf sein Tier übertragen möchte und deshalb lieber zu glutenfreier Ware greift, sollte sich nicht täuschen lassen: Zwar werben manche Trockenfutterhersteller mit "getreide- und glutenfreier Rezeptur", enthalten sind Getreide und Gluten aber trotzdem. Die angeblich besondere Rezeptur macht sich hingegen am Preis bemerkbar. Verbraucher müssen hier mit bis zu 50 Cent pro Tagesration rechnen.

Auch bei Bio- oder Diätfutter sollten Katzenhalter aufpassen. Das Biofutter von 'Defu' enthielt zu wenig Kalium, dafür zu viel Phosphor, was die Nierenfunktion von Katzen beeinträchtigen kann.

Spezielle Diätfutter empfehlen teilweise viel zu hohe Futtermengen. Der Eiweißgehalt ist dafür in manchen Produkten zu gering. Da Katzen Fleischfresser sind, benötigen sie entsprechend viel Eiweiß. Bekommen sie zu wenig, bauen sie Muskeln ab. "Gerade kastrierte Tiere bauen die Muskeln nie wieder auf, sagt Professorin für Tierernährung Ellen Kienzle. "Ihr Fettgehalt steigt. Im Krankheitsfall haben sie nichts, wovon sie zehren können."

Diese Trockenfutter wurden am besten bewertet:

Penny 'Bianca Knuspermix mit Huhn & Ente' (Note 1,3)
Kitekat mit Huhn und Gemüse* (Note 1,5)
Coshida Knabberschmaus mit Rind, Huhn und Gemüse von Lidl (Note 1,5)
Purina One Bifensis Dual Defence* reich an Huhn und Vollkorn-Getreide (Note 1,5)
Whiskas 1+ Jahre mit Huhn* (Note 1,6)

Diese Produkte haben im Test am schlechtesten abgeschnitten

Winston Knusper-Dinner mit Rind, Wild, Geflügel und Gemüse von Rossmann (Note 3,4)
Purina Felix Countryside Sensations mit Rind, Huhn und Gemüsegeschmack* (Note 3,5)
Sanabelle Adult + Geflügel* (Note 3,6)
K-Classic Knabbermahlzeit mit 3 Sorten Geflügel von Kaufland (Note 4,0)
Defu Das Katzenfutter vom Bio-Bauern Adult Geflügel (Note 5,0)

Das gesamte Testergebnis können Sie hier nachlesen.

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