Staubsauger im Test: Der Schmutz geht auch mit wenig Leistung weg

© dpa, Tobias Hase

24. Februar 2016 - 14:09 Uhr

Wurden die Sauger ihrer Kraft beraubt?

Staubsaugen gehört sicher nicht zu den angenehmsten Aktivitäten im Haushalt. Wenn es aber erledigt werden muss, sollte es auch gut, schnell und effizient gehen. Die 'Stiftung Warentest' hat 15 Staubsaugermodelle unter die Lupe genommen, die trotz einer vergleichsweise geringen Watt-Leistung gute Ergebnisse bringen.

Der Hintergrund für den Test: Turbo-Staubsauger gehören der Vergangenheit an. Denn die EU hat stromfressende Staubsauger aus dem Verkehr gezogen. Seit September 2014 dürfen nur noch Modelle verkauft werden, die maximal 1.600 Watt Leistung haben, ab 2017 sogar nur Geräte mit höchstens 900 Watt. Die Warentester haben 15 neue Staubsauger getestet, sowohl mit als auch ohne Beutel. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Auch mit einer kleinen Watt-Leistung lässt sich gut saugen - dem bestplatzierten Staubsauger im Test reichen schon 870 Watt für den Sieg.

Den Testern war logischerweise die Saugleistung am wichtigsten: Sie macht 45 Prozent der Note aus. Teppich- und Hartböden wurden gesaugt, Ritzen und Kanten dabei selbstverständlich nicht ausgelassen. Die Handhabung der Geräte war mit 30 Prozent gewichtet. Dazu gehörte die Montage und Demontage des Staubsaugers, die Handlichkeit der Griffe und Schalter, den Wechsel der Staubbeutel und -boxen sowie das Saugen von Teppichen, Hartböden, Polstern und Treppen.

Alle getesteten Geräte bleiben während der Nutzung unter der 1.600-Watt-Grenze. Einer der zwei Testsieger, der 'Siemens Q5.0 Extreme Silence Power', braucht sogar nur 870 Watt - damit erfüllt er jetzt schon die EU-Anforderungen für 2017. Neben einer sehr guten Saugleistung besticht er durch seine sehr leise Arbeit. Leider hat Siemens ausgerechnet dieses Gerät aus dem Sortiment genommen.

Aber auch der zweite Testsieger kommt aus Deutschland: Der 'Miele S8340 EcoLine' erreicht genau wie der 'Siemens Q5.0' die Note 'Gut' (2,0). Besonders Bewohner von größeren Wohnungen und Häusern werden sein Fassungsvermögen zu schätzen wissen: In den Miele-Beutel passen ganze 3 Liter Staub. Beim 'Siemens Q5.0' ist das Fassungsvermögen des Beutels mit 1,5 Liter nur halb so groß.

Während die Testsieger knapp 200 Euro kosten, greifen Sparfüchse zum Aldi-Staubsauger für den Preis von 80 Euro: 'Quigg Eco2' heißt das Modell, das die respektable Note 'Gut' (2,3) einheimsen kann. Leider ist das Aldi-Gerät recht laut, überzeugt dafür beim Saugen und hat eine gute Handhabung.

Auch beutellose Staubsauger, bei denen der Staub in einer Staubbox landet, können sich im Test sehen lassen. Der 'Samsung Eco Wave' und der 'Philips Pro Eco' saugen beide gut. Das Gerät von Samsung gehört zu den leisesten getesteten Modellen und erreicht die Note 'Gut' (2,2). Philips wiederum überzeugt mit einem perfekten Staubrückhaltevermögen und bekommt ebenso die Note 'Gut' (2,3). Allerdings entpuppt sich das Leeren der Staubbox bei beiden Geräten als unhygienisch: Der Kontakt mit dem angesammelten Staub ist nicht zu vermeiden. Hausstauballergiker sollten also eher zu Modellen mit Beutel greifen oder die Entsorgung einem Mitbewohner überlassen.

Staubsauger-Test: Die Ergebnisse auf einen Blick

Die 5 Top-Modelle im Test:

1. Miele S8340 EcoLine (2,0), 197 Euro

2. Siemens Q5.0 Extreme Silence Power (2.0), 182 Euro

3. Eio Razzer Eco2 (2,2), 156 Euro

4. Samsung Eco Wave (2,2), 202 Euro

5. Quigg Eco2/Aldi Nord (2,3), 80 Euro

Die 5 schlechtesten Modelle im Test:

1. Hoover Telios Plus (3,1), 85 Euro

2. Aldi (Nord) Quigg Multizyklon (3,4), 70 Euro

3. Panasonic Eco Max Light (4,3), 81 Euro

4. Cleanmaxx Kompakt Z6 (4,9), 40 Euro

5. Kalorik TKG (5,4), 48 Euro

Quelle: 'test', Heft 2/2014