Glühender Fan wendet sich ab

"Alles falsch": Star-Rapper Marteria rechnet knallhart mit der Fußball-WM und der FIFA ab

USA werfen Iran raus, England souverän WM-Spiele im Überblick
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WM-Spiele im Überblick
USA werfen Iran raus, England souverän

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Knallharte Abkehr vom so umstrittenen Wüsten-Turnier in Katar: Auch der Rapper und glühende Fußball-Fan Marteria, sein Herz schlägt für Hansa Rostock, hat überhaupt Lust auf die Winter-Weltmeisterschaft. Kritik und Boykott-Bekundungen dürften aber nicht von hiesigen Problemen ablenken, findet der 39-Jährige.

"Ich hab mir vorgenommen, kein Teil dieser WM zu sein"

Für den Rapper und Ex-Fußballer Marteria ist an der Ausrichtung der Fußball-WM in Katar angesichts der dortigen Menschenrechtslage "alles falsch". Der Deutschen Presse-Agentur sagte er: "Ich hab mir vorgenommen, kein Teil dieser WM zu sein, bin aber auch ehrlich genug, um zu sagen, okay, wenn es zu einem besonderen Highlight-Spiel kommt, guckt man das."

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Der Künstler, der selbst in der Jugend seines Heimatvereins FC Hansa Rostock und in der U17-Nationalmannschaft gespielt hat, sagte mit Blick auf die zahlreichen Boykott-Bekundungen: "Ich bin mir da unsicher, wer jetzt das eine sagt und am Ende doch das andere tut, ob man sich mal ein Spiel anguckt oder nicht."

Marteria beim Besuch eines Heimspiels von Hansa Rostock.
Marteria beim Besuch eines Heimspiels von Hansa Rostock.
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"Es gehört mehr dazu, als einfach nur zu sagen, ich boykottiere"

Nach Auffassung des Hansa-Fans genügt es indes auch nicht, nur auf die Probleme anderswo zu schauen. "Man tut so, als wenn alle so toll sind hier. Aber auch hier hat man Probleme, auch hier gibt's Alltagsrassismus wie Sau, auch hier werden Schwule angefeindet und ausgegrenzt." Viele neigten dazu, solche Probleme auf andere zu schieben. "Das Thema ist sehr, sehr, sehr, sehr groß. Es gehört mehr dazu, als einfach nur zu sagen, ich boykottiere das und guck das nicht."

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Er sei in der Vergangenheit schon mal in Katar gewesen, sagte der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Marten Laciny heißt. "Weil ein sehr guter Freund von mir da Familie hat." Die Arbeiter, die dort bei Hitze Tag und Nacht überall für die WM hätten schuften müssen - das sei ein "Wahnsinn" gewesen. "Neu ist das aber nicht, dass die FIFA sich nicht um Menschenrechtssituationen schert." (tno/dpa)