Enkelin heiratet

Standesbeamtin wirft Oma raus

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21. Oktober 2021 - 13:55 Uhr

Die Trauung sollte für alle ein unvergesslicher Tag werden. Doch eine wichtige Person durfte nicht dabei sein.

Vergangene Woche hat die Enkelin einer 87-Jährige aus Tübingen in Krefeld geheiratet. Wegen Corona fand die Trauung im kleinen Kreis statt. Sieben Personen sollten mit ins Trauzimmer. Darunter auch die Großmutter der Braut. Doch die musste das Standesamt wieder verlassen.

Ausweise nicht dabei

Zu Beginn der Zeremonie hat die Standesbeamtin Impfnachweise und Ausweise kontrolliert. Die Seniorin hatte zwar ihren Impfpass dabei, nicht aber den Ausweis. Sie durfte deshalb nicht an der Trauung teilnehmen.

Corona-Regeln im Standesamt

Laut Stadt müssen bei einer Trauung im Standesamt alle Personen entweder geimpft, genesen oder getestet sein. Außerdem sollen sie ein amtliches Ausweisdokument mitbringen. Nach der aktuellen Coronaschutzverordnung ist nur damit der Zutritt in das Standesamt erlaubt.

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Standesbeamtin handelt

Weil sich die 87-Jährige nicht ausweisen konnte, wurde sie des Raumes verwiesen. "Sonst breche sie die Trauung ab", soll sie gesagt haben.

Die Familie könne verstehen, dass es die Regeln gibt. Ärgert sich aber, dass in diesem Fall keine Ausnahme gemacht wurde. Sie hätten eidesstattlich versichern können, dass es wirklich die Großmutter sei, die in dem Impfausweis stehe.

So konnte die Seniorin beim Ja-Wort ihrer Enkelin nicht ganz nah dabei sein. Sie musste vor der Tür warten.