Keine Sorge: Hier läuft alles nach Plan!

Spektakuläre Bilder: Was ist das für eine Explosion in Göttingen?

So sah die Sprengung aus
Die Explosion in Göttingen sieht dramatisch aus, doch hier ist alles geplant.
Polizei Göttingen

Eine meterhohe Explosionswolke stieg auf und Splitter flogen durch die Luft. Fünf Bomben detonierten am 30. Juli auf dem Gelände des Göttinger Schützenplatzes in der Weststadt. Doch was so dramatisch aussieht, ist kein Grund zur Sorge: Alles lief ganz kontrolliert ab. Die Polizei Göttingen veröffentlichte jetzt die spektakuläreren Bilder

Umzugsaktion für den Streifendienst

Fünf Weltkriegsbomben werden in Göttingen gesprengt
Die fünf 10-Zentner-Bomben müssen kontrolliert gesprengt werden.
Polizei Göttingen

Für diese Aktion waren am Wochenende rund 1.800 Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizei, THW, Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen im Großeinsatz. Alle Gebäude im Radius von 1.000 Metern mussten aus Sicherheitsgründen evakuiert werden. Dazu gehörte auch das Polizeidienstgebäude in der Groner Landstraße. Die dortigen Einsatz- und Streifendienste mussten vorübergehend in eine benachbarte Dienststelle umziehen. Am Sonntag um 21:36 Uhr ließen die Experten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst dann die fünf Weltkriegsbomben sprengen. Und ja, es lief alles nach Plan. „Es hat hundertprozentig alles geklappt“, zieht Sprengmeister Marcus Rausch Bilanz.

Bis zu 3.000 Euro Bußgeld

Am Schützenplatz beginnt der Rückbau
Das Wasser aus den Überseecontainern, die rund um die Bombenschächte aufgestellt waren, wird nun von der Berufsfeuerwehr abgelassen.
Niklas Richter, Stadt Göttingen, Niklas Richter

Nicht nur die Polizei, auch etwa 10.000 Menschen sollten für diese Sprengung ihre Wohnung, beziehungsweise ihren Arbeitsplatz verlassen. Trotz der Evakuuierungspflicht gab es ein paar wenige Menschen, die dies missachteten oder das Gebiet wieder betreten wollten. Die Stadt Göttingen hat jetzt Bußgeldverfahren zwischen 1.000 und 3.000 Euro angekündigt. Insgesamt wurden bislang fünf Bußgeldverfahren eingeleitet, wie der Pressesprecher Dominik Kimyon der Stadt Göttingen gegenüber RTL Nord bestätigt.

Am Montag startete der Rückbau der Container, die zum Schutz gegen die Wucht der Detonation platziert wurden. Wie lange die Aufräumarbeiten dauern werden, ist noch unklar. (jsi)