Sparpläne für Kinder: Das sind die besten Angebote

23. Juni 2018 - 15:39 Uhr

Kinderkonto, Aktienfonds und Co.: Diese Geldanlagen lohnen sich am meisten

Damit den eigenen Kindern für ihre spätere Ausbildung und Karriere alle Türen offen stehen, werden Geldanlagen und Sparpläne für Minderjährige immer beliebter. Doch der Markt ist riesig und die Angebote vielfältig. Ob Versicherungen, Sparkonten oder Aktienfonds, "Finanztest" hat die verschiedenen Optionen getestet und herausgefunden, welche Geldanlagen sich wirklich lohnen.

Sparkonten und Aktienfonds für Kinder schneiden gut ab

Ganz oben im Kurs der beliebtesten Sparvarianten stehen Giro- und Sparkonten, die auf den Namen des Kindes angelegt werden. Auch wenn die Eltern das gesparte Geld bis zur Volljährigkeit verwalten, können sie es nicht selbst abheben. So wird verhindert, dass Eltern im Notfall das Geld des Kindes für eigene Zwecke nutzen. Weitere Vorteile dieser Sparvarianten sind, dass sie risikolos und täglich verfügbar sind sowie Steuervorteile mit sich bringen können. Wenn Eltern Geld auf den Namen ihres Kindes anlegen, sparen sie Steuern, da die Kapitalerträge auf mehreren Schultern verteilt werden.

Eine Alternative zu Kinderkonten ist das - etwas risikoreichere - Sparen mit Hilfe börsengehandelter Indexfonds. Für einen "Exchange Traded Funds"-Sparplan (kurz ETF) muss man kein Börsen-Experte sein. Diese Depots setzen auf einen weltweiten Aktienindex (MSCI World oder MSCI All Country) mit überschaubaren Risiken. Hinzu kommt, dass sie nicht nur ungemein flexibel, sondern auch günstig sind (ab 25€ monatlich). In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Sparpläne dieser Art im langjährigen Durchschnitt Renditen von sechs bis acht Prozent abwarfen. Einziges Manko: Es kann zu zwischenzeitlichen Wertschwankungen kommen, von denen man sich allerdings nicht aus der Ruhe bringen lassen sollte. Da die Sparpläne eine Dauer von bis zu 18 Jahren haben können, sollte man ungünstige Börsenphasen einfach mit einer Wartezeit überbrücken.

Von Ausbildungsversicherungen und Kinderschutzbriefen wird abgeraten

Versicherungen, die die Ausbildung des Kindes absichern sollen, oder Schutzbriefe, die vor Unfall, Krankheit oder Schulunfähigkeit schützen sollen, werden zum Sparen nicht empfohlen. Sie sind unflexibel, meist teuer und ohne jede Rendite.