7. Januar 2019 - 7:46 Uhr

Expertin für Online-Sicherheit gibt Tipps

Nachdem kürzlich über einen Twitter-Account massenhaft persönliche Daten von Politikern und Prominenten veröffentlicht wurden, kam schnell die Frage auf: Wie gut waren all diese Informationen gesichert? Eine Expertin für Online-Sicherheit gibt Tipps, wie Sie sich auch als Privatperson bestmöglich gegen einen Datenklau schützen.

Nachlässigkeit bei Passwörtern kann Folgen haben

Schon im Dezember wurden persönliche Informationen wie private Nachrichten. Bankdaten und Ausweisdokumente von zahlreichen Politikern veröffentlicht, aber auch von Prominenten. Diese waren offenbar nicht ausreichend gut gesichert. Julia Krüger, Expertin für Online-Sicherheit vom Verein netzpolitik.org, weiß von einem Fehler, den viele machen: "Viele Menschen nutzen Passwörter doppelt, dreifach oder gleich für alle Dienste. Und wenn das Passwort einmal gehackt wurde, können natürlich gleich alle Dienste mit ausgelesen werden."

Einfache Methoden für effektiven Schutz

Die Tipps von Julia Krüger sind simpel, werden aber im Alltag aus Bequemlichkeit oder Unwissenheit trotzdem allzu oft missachtet:

  • Verschiedene Passwörter für jeden Account benutzen
  • Keine Anhänge aus E-Mails von Unbekannten öffnen
  • Computer-Software immer auf den neuesten Stand halten

Aber auch bei Apps ist Vorsicht geboten – viele tippen Sicherheitshinweise allzu schnell weg. So sollte man sich stets genau überlegen, ob der Zugriff auf Kamera, Standort und verschiedene Daten der App wirklich gestattet werden soll.

Wirksamer Schutz: Datensparsamkeit

Generell empfiehlt auch das Urheberrechtsportal "irights.info", nach dem Prinzip der Datensparsamkeit zu verfahren: Daten, die gar nicht erst an- oder herausgegeben worden sind, können auch nicht gestohlen oder missbraucht werden. Wer etwa in sozialen Netzwerken sein korrektes Geburtsdatum angeben möchte, sollte diese Information nicht öffentlich verfügbar machen. Auch Teilnehmerlisten mit personenbezogenen Daten für Events oder Ähnliches am besten nie offen ins Netz stellen. Und: Bevor man auf Internetseiten sensible Angaben macht, sollte man stets prüfen, wie seriös die Plattform, die Organisation oder das Unternehmen ist.