Ein Kaiserschnitt ist eine große Operation

So pflegen Sie Ihre Kaiserschnittnarbe richtig

© Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht, edition riedenburg, www.kaiserschnittbuch.de

15. August 2019 - 9:49 Uhr

Kaiserschnitt - ein großer Eingriff

Knapp ein Drittel aller Babys kommt in Deutschland laut Statistischem Bundesamt per Kaiserschnitt auf die Welt. Beim Kaiserschnitt wird das Kind mithilfe eines operativen Eingriffs durch die Bauchdecke geboren. Da der Arzt Muskeln, Gewebe und die Gebärmutter aufschneidet, braucht eine Kaiserschnittnarbe viel Zeit und Pflege, um zu verheilen. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie den Heilungsprozess optimal unterstützen können.

Auch die Nerven werden durchtrennt

Die Kaiserschnittnarbe ist etwa zehn bis 20 Zentimeter lang und befindet sich meist im Bereich oberhalb des Schamhügels. Es ist vollkommen normal, dass die Gegend um die Narbe herum anfangs taub ist, denn bis die Nerven wieder vollständig nachgewachsen sind, dauert es mindestens ein halbes Jahr.

Nach einem Kaiserschnitt wird das Gewebe vernäht oder geklammert. Nach etwa zehn bis 14 Tagen werden die Fäden oder Klammern gezogen. Dann ist die Haut der Kaiserschnittnarbe bereits etwas abgeheilt und hat erstes Narbengewebe gebildet.

Haben Sie ein Auge auf Ihre Kaiserschnittnarbe

Shot of a mother spending time with her newborn baby
Nach einem Kaiserschnitt müssen sich Mütter schonen.
© Getty Images, Mikolette

Es ist völlig normal, dass die Kaiserschnittnarbe in den ersten Wochen sehr empfindlich ist und wulstig und rot aussieht. Mit der Zeit wird aber sie flacher und verblasst. Sie sollten sich körperlich schonen und die Haut in dem Bereich nicht strapazieren. Auch Schmerzen sind in den ersten Tagen völlig normal und ein Jucken zeigt Ihnen, dass die Wundheilung normal verläuft.

So pflegen Sie die Kaiserschnittnarbe richtig

Nachdem die Wundheilung abgeschlossen ist, können Sie mit der Pflege Ihrer Kaiserschnittnarbe beginnen. Am besten eignen sich natürliche Öle oder Cremes mit Calendula und Johanniskraut. Diese versorgen die Narbe mit Feuchtigkeit und wirken zudem wundheilend und entzündungshemmend. Das regelmäßige Eincremen mit Ölen kann außerdem vor und nach der Schwangerschaft helfen, Schwangerschaftsstreifen zu behandeln.

Cremen und massieren Sie die Kaiserschnittnarbe zweimal täglich über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten. Bei der Massage können Sie in leichten, kreisenden Bewegungen arbeiten oder auch mit den Fingern sanft von der einen Seite zur anderen streichen. Die Massage fördert die Wundheilung und Regeneration der Haut und Nerven.

Sollte Ihre Kaiserschnittnarbe unangenehm pochen oder nach beginnender Besserung auf einmal wieder weh tun, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Gleiches gilt, wenn die Narbe rot, heiß oder dick wird und Eiter austritt.

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