4 einfache Tipps

Smartphones: So lässt sich die Strahlenbelastung senken

Dient das Smartphone als Wecker, sollte man zur Strahlenreduzierung den Flugmodus aktivieren. Foto: Christin Klose
© deutsche presse agentur

11. Dezember 2019 - 10:12 Uhr

Wie gefährlich ist die Mobilfunk-Strahlung?

Gerade erst erneuerten 250 Wissenschaftler ihre Warnung vor der Strahlung, die von kabelloser Technik wie bei Bluetooth-Kopfhörern und Smartphones ausgeht. Sie sind der Meinung: Das Krebsrisiko ist dadurch deutlich erhöht! Aber ist es wirklich so schlimm - und wie können wir uns schützen?

Risiken nicht ausgeschlossen

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) betont zwar, dass Gesundheitsgefahren bisher nicht eindeutig belegt sind, aber: "Risiken infolge langfristiger Nutzung von Mobilfunkendgeräten können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ausgeschlossen werden", sagt Sprecher Jan Henrik Lauer. Das BfS empfiehlt, in jedem Fall die Strahlung in unmittelbarer Körpernähe zu minimieren. Das gelingt mit diesen Methoden:

Auf den SAR-Wert achten

Smartphones nutzen hochfrequente elektromagnetische Felder (EMF), um Sprache und Daten zu senden und zu empfangen. Der Nutzer spürt davon unmittelbar nichts, aber er nimmt Energie auf, die sogenannte spezifische Absorptionsrate (SAR).

Grundvoraussetzung ist ein Smartphone mit einem möglichst niedrigen SAR-Wert. Bei einem Wert von unter 0,6 sprechen die Experten von einem strahlungsarmen Gerät. Laut BfS unterschreiten etwa 55 Prozent der aktuellen Smartphones diesen Wert. Allerdings, so Experte Lauer, werde das Smartphone heute länger und intensiver genutzt als früher. Die Strahlungsbelastung könne man auch reduzieren, indem man so oft wie möglich das Festnetztelefon statt des Smartphones nutzt.

​Headset und Flugmodus

Im Betrieb sollte die Antenne möglichst weit vom Kopf entfernt sein. Hierzu ist ein Headset empfehlenswert (gute Geräte finden Sie hier in unserem Vergleich). Wenn das Smartphone nicht benutzt wird, sollte man es nicht am Körper tragen. Bernd Theiss, Cheftester des Fachmagazins "connect": "Jede Verdopplung des Abstands reduziert die verbleibende Strahlung auf ein Viertel."

Daher ist der Nachttisch neben dem Kopfkissen kein guter Platz, wenn das Gerät empfangsbereit bleibt. Wenn das Handy als Wecker diene, sollte man den Flugmodus aktivieren, so das BfS.

Schlechter Empfang? Surfen vermeiden

Da Mobiltelefone bei schlechtem Empfang die maximale Strahlungsleistung erreichen, sollte man Telefonieren oder Surfen in schlecht ausgebauten Gegenden, im Auto oder während einer Zugfahrt mit Tunneln vermeiden.

Kinder schützen: WLAN statt mobiler Daten

Laut BfS ist die Leistung der elektromagnetischen Wellen bei einer Funkverbindung per WLAN oder Bluetooth deutlich geringer als bei der normalen Mobilfunkverbindung.

Das Bundesamt rät, vor allem Kinder bei der Nutzung von Smartphones zu schützen: Wenn möglich, sollten die mobilen Daten so oft wie möglich zugunsten des WLAN-Netzes ausgeschaltet werden. Die Strahlung, über deren Folgen für Groß und Klein kaum eine Institution abschließende Aussagen trifft, werde so laut Bundesamt reduziert - sicher ist sicher.

Quelle: DPA/RTL.de