Langanhaltender und tiefer Genuss

Slow Sex bringt neuen Schwung ins Bett - aber gaaaanz langsam

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8. November 2019 - 6:28 Uhr

Eine Entdeckungsreise ohne Druck und Zeitnot

Ganz gleich, ob im Job, im Fitnessstudio oder auch im Bett - auf uns lastet immer mehr Leistungsdruck. Unser Leben ist durchgetaktet und auf Effizienz ausgerichtet. Die Anforderungen werden immer höher. Das Ganze macht sich dann am Ende des Tages beim Sex bemerkbar: Statt eines erfüllten Liebeslebens bleibt oft nur noch Frust. Zeit für einen neuen Ansatz - den Druck aus der Pipeline nehmen, sich Zeit lassen und "Slow Sex" ausprobieren.

Slow Sex? Zeitlupe im Bett?

Slow-Sex ist eine eigene Spielart
Beim Slow Sex brauchen die Partner Zeit
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Slow Sex ist eine ganz andere Art des körperlichen Umgangs miteinander. Und gleich vorne weg: Das große Ziel ist nicht der Orgasmus. Er kann und darf dazugehören, ist aber keine Pflicht. Klingt seltsam, ist aber wichtig. So ist dieser (Leistungs)-Druck schon mal kein Thema. Beim Slow Sex geht es um den langanhaltenden und tiefen Genuss und um eine tiefe Verbundenheit zwischen den Partnern (Buch-Tipp dazu: "Liebe würde Slow Sex machen"* von Yella Cremer). Grundvoraussetzung hierfür ist Zeit. Viel Zeit. Schließlich geht es darum, gaaaaanz langsam zu genießen.

Vorbereitung ist alles: So funktioniert Slow Sex

Slow-Sex erfordert ein bisschen Vorbereitung
Ein bisschen Vorbereitung kann die richtige Slow-Sex-Stimmung erzeugen
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Slow Sex ist alles andere als spontan (zumindest am Anfang). Die Partner müssen sich im Klaren darüber sein, dass sie eine andere Form der Sexualität ausprobieren wollen. Und hier ist Sprechen unumgänglich. Es muss klar sein, dass der Orgasmus nicht das Maß aller Dinge ist. Wenn er dann kommt, ist es gut. Wenn er nicht kommt - auch ok. Sobald das geklärt ist, kommen wir der Sache näher.

Am besten Handy, Telefon und Türklingel abschalten. Die Welt bleibt einfach mal für eine Weile draußen. Im nächsten Schritt nach eigenem Geschmack den Ort des Geschehens gestalten. Hier kann jeder seine persönliche Wohlfühloase herstellen. Egal ob mit Kerzen, im Dunkeln mit Musik oder ganz in Stille. Alles so, wie es gefällt. Und dann kann es losgehen.

Entdecken Sie gemeinsam Ihre erotische Landkarte

Druck und Zeitnot bleiben beim Slow-Sex draußen
Die Entdeckungsreise kann beginnen
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Jetzt geht die Erkundung los. Entdecken Sie Ihren Partner mit allen Sinnen. Gemeinsam lang und tief atmen hilft, sich intensiv näherzukommen. Tiefe Blicke - und dann langsame und neugierige Berührungen und Küsse. Erkunden Sie sich gegenseitig mit Händen und Füßen. Eigentlich mit dem ganzen Körper.

Nochmal zur Erinnerung: Das ist nicht das klassische Vorspiel. Sie sind schon mitten im Slow-Sex. Nehmen Sie Ihre eigenen und die Empfindungen Ihres Partners sehr genau wahr. Hören Sie auf Ihren Körper. Was tut Ihnen gut, was nicht? Reden Sie miteinander, um zu zeigen, was gefällt und was nicht. Erkunden Sie so gemeinsam Ihre erotische Landkarte. Dabei können Sie die Region der Geschlechtsteile eigentlich noch weiträumig umfahren.

Jetzt steigern wir die Lust – aber langsam

Lassen Sie in aller Ruhe immer mehr zu und Sie werden merken, dass sich das Lustgefühl weiter stetig und intensiv steigert. Jetzt nicht hektisch werden. Befassen Sie sich noch einmal mit dem Körper Ihres Partners. Regionen wie Nacken und Unterarme schreien gerade danach, genau erfühlt zu werden.

Nehmen Sie Verbindung auf

Ist beim normalen Geschlechtsverkehr die Vereinigung der Partner und die Explosion der Energie beim Orgasmus das Ziel, gelten beim Slow Sex andere Maßstäbe. Hier wollen sich die Liebenden einfach verbinden und die Verbundenheit möglichst lange und vor allem entspannt genießen. Es werden keine ruck- oder stoßartigen Bewegungen gemacht, nur langsame Moves. Phasen des Nichtstuns sind gewollt. Zugegeben, das ist am Anfang sicherlich eine echte Herausforderung. Aber Paare, die sich schon länger dem Slow Sex verschrieben haben, schaffen das über Stunden. Eine gutes Training für den Slow-Sex kann auch das sogenannte Peaking sein. Wie das geht, verrät unser Video.

Slow Sex bereichert die Beziehung

Häufig ist der Gipfel der Lust beim Slow Sex intensiver als beim "normalen" Sex. Kommt es nicht zum Orgasmus, macht das nichts. Sie haben eine sehr intensive gemeinsame Erfahrung mit Ihrem Partner gemacht. Das ist dann eine andere Art von Höhepunkt, die eine Beziehung sehr bereichern kann. Und beim nächsten Mal, lassen Sie es dann wieder richtig krachen, wenn Sie mögen. Denn, im Bett ist ja bekanntlich alles erlaubt, was den Partnern gefällt.

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