Die raspelkurzen Haare haben einen GrundHinter Sinéad O'Connors Markenzeichen steckte eine traurige Wahrheit

Schon ihr Start ins Leben war schwer! Was Sinéad O'Connor (†56) 2017 in der US-Show des TV-Psychologen Dr. Phil offenbarte, ging unter die Haut. Unter Tränen erzählte die irische Sängerin von den jahrelangen Misshandlungen durch ihre eigene Mutter Marie. Sie sei in einem „endlosen Rad des Missbrauchs“ gefangen gewesen. Dennoch habe sie ihrer Mutter verziehen.

Sinéad O'Connors erlebte jahrelanges Leid durch ihre Mutter

Sinéad O’Connors Schilderungen machten sprachlos: Freiheitsentzug und Schläge bis zur Bewusstlosigkeit – so soll ihre Kindheit und Jugend ausgesehen haben. Während sich ihre Mitschüler auf die Sommerferien freuten, bedeutete die freie Zeit für Sinéad schlicht bloße Angst. Sie habe nicht mit ihrer Mutter alleine sein wollen. Gemeinsam mit ihrer Schwester und ihren drei Brüdern habe sie damals alles versteckt, womit ihre Mutter ihnen hätte schaden können.

Schon als kleines Kind habe sich die Musikerin zuhause unerwünscht gefühlt. Das erste, woran sie sich erinnern könne, so die Sängerin, seien die Worte: „Du hättest niemals geboren werden dürfen.“ Und das habe ihre Mutter Marie sie deutlich spüren lassen. Mit kurzen Haarschnitten und gezielten Schlägen auf den Unterleib soll sie versucht haben, aus ihrer Tochter einen Jungen zu machen.

Immer wieder habe die Heranwachsende während den Torturen die Worte „Ich bin Nichts“ über ihre Lippen bringen müssen. Bis sie nicht mehr konnte: „Nach einer Weile glaubt man es einfach“, erzählte die damals 50-Jährige in der US-Fernsehsendung.

"Ich wollte nicht mehr hübsch sein"

Ihr rasierter Kopf war Sinéad O’Connors Markenzeichen. Doch hinter dem Kahlschnitt steckte eine traurige Wahrheit. Nicht nur ihre Mutter habe sich an ihr vergriffen. Wie die Musiklegende gesteht, soll sie in ihrer Heimat Irland auch mehrmals von Fremden misshandelt worden sein.

Aus Selbstschutz habe sie zum Rasierapparat gegriffen. „Ich wollte nicht mehr hübsch sein“, erklärte die Musikerin ihre radikale Entscheidung. Sie war der Auffasung: Hübsch zu sein, sei auf dieser Welt zu gefährlich.

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Trotz der Torturen verzieh die Sängerin ihrer Mutter - und ist nun wieder mit ihr vereint

Als O’Connor 19 Jahre alt war, starb ihre Mutter – und mit ihr die Torturen, die sie über sich ergehen lassen musste. Doch trotz der jahrelangen Qualen habe die Sängerin ihrer Mutter nicht böse sein können.

Vielmehr habe die Sängerin auf den Tag gewartet, an dem sie endlich „in den Himmel kommt“, um ihre Mutter dort wiedersehen zu können. Berührt gestand die Irin sich ein, dass vor diesem Hintergrund auch ihre immer wiederkehrenden Suizidgedanken herrührten: „Ich vermisse sie schrecklich.“

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Worte, die nun besonders unter die Haut gehen. Am 26. Juli wurde der Tod von Sinéad O’Connor bekannt – im Alter von 56 Jahren. Sie hinterlässt drei Kinder. Ihr Sohn Shane starb im vergangenen Jahr. Ein weiterer Schickalsschlag, den die Sängerin nur schwer verkraftet hat.

Jetzt geht zumindest ihr größter Wunsch in Erfüllung: endlich wieder mit ihrer Mutter vereint zu sein.

Hier finden Sie Hilfe in schwierigen Situationen

Sollten Sie selbst von Suizidgedanken betroffen sein, suchen Sie sich bitte umgehend
Hilfe. Versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen! Das können Freunde oder Verwandte sein.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, anonym mit anderen Menschen über Ihre Gedanken zu sprechen. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.

Wenn Sie schnell Hilfe brauchen, dann finden Sie unter der kostenlosen Telefon-Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 Menschen, die Ihnen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können. (spot on news/mna/vdü)