Wie stattdessen formuliert werden soll

Sie und Er bald passé! Berlin führt geschlechtsneutrale Schulzeugnisse ein

Eine Lehrerin übergibt einer Schülerin ihr Zeugnis.
Zeugnisse sollen in Berlin geschlechtsneutral werden!
picture alliance/dpa | Martin Wichmann

Zeit für Veränderung, die Formulare werden umgestellt! In Berlin sollen Schulzeugnisse nun nach und nach geschlechtsneutral werden, indem auf die bislang vorgegebene Formulierung „Sie“ oder „Er“ verzichtet wird. Das geht aus einem Schreiben der Bildungsverwaltung an die Schulleitungen hervor, das dem „rbb24“ vorliegt. Doch welche Ansprache soll auf den Zeugnissen stattdessen genutzt werden?

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Auch bei der Anrede auf den Zeugnissen soll es geschlechtsneutraler werden

In den vorformulierten Sätzen soll es demnach in Zukunft einen Platzhalter geben, in denen zum Beispiel der Vorname oder das Personalpronomen eingesetzt werden kann. Zum Beispiel könnte es dann statt „Er/Sie ist im kommenden Schuljahr Schüler/Schülerin der Jahrgangsstufe ...“ bald „NAME rückt im kommenden Schuljahr auf in die Jahrgangsstufe xy“ heißen. Bei älteren Schülern in höheren Klassenstufe könne auch der Nachname eingetragen werden.

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Die Umstellung auf die neuen, geschlechtsneutralen Zeugnisformulare, die auf dem Berliner Schulportal abgerufen werden können, sollen im Laufe des Schuljahres abgeschlossen werden, berichtet „rbb24“.

Daneben soll auch die konkrete Anrede in Zeugnissen geschlechtsneutraler werden, die Lehrkräfte seien aufgerufen, auch hier auf die Wünsche der Schüler einzugehen. Im Schreiben heißt es dazu: „Immer dann, wenn der Wunsch besteht, in Bezug auf die geschlechtliche Identität neutral beziehungsweise mit dem Namen angesprochen zu werden, sind geschlechtsbezogene Personalpronomen und Formulierungen zu vermeiden.“ (vdü)