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Serap Güler für Unions-Kandidatin: "Eine Bundespräsidentin würde sehr gut passen"

Gegenkandidatin zu Amtsinhaber Steinmeieer

Serap Güler für Unions-Kandidatin: "Eine Bundespräsidentin würde sehr gut passen"

Serap Güler bei einer Pressekonferenz zum «Ringen um Neuaufstellung der CDU - Pk mit Helge Braun»,. Braun bewirbt sich für den CDU-Vorsitz. CDU-Vorsitzkandidat Helge Braun hat die Bundestagsabgeordnete und frühere NRW-Integrations-Staatssekretärin Se
CDU-Politikerin Serap Güler
wk nic, picture alliance/dpa, Wolfgang Kumm

Auch Friedrich Merz will Frau für Union ins Rennen schicken

In der Union mehren sich die Stimmen, dass CDU und CSU eine Frau als Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten aufstellen sollten. Sie fände die Idee "sehr charmant", sagte CDU-Politikerin Serap Güler. "Wir haben jetzt einen Bundeskanzler, einen Vizekanzler – da würde eine Bundespräsidentin sehr gut passen", so Güler im Interview mit dem "Spiegel".

"Vielleicht" hat Güler schon eine Idee

Annette Widmann-Mauz, Vorsitzende der Frauen Union und der künftige CDU-Chef Friedrich Merz
Annette Widmann-Mauz, Vorsitzende der Frauen Union und der künftige CDU-Chef Friedrich Merz
deutsche presse agentur

Zuvor hatte sich bereits der neue nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrick Wüst dafür ausgesprochen, dass eine Frau für die Union bei der Bundesversammlung am Februar gegen Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier antritt.

Güler präzisierte die Forderung jetzt im Spiegel: " Es müsste eine Frau sein, die parteiübergreifend akzeptiert wird und keine Alibi-Kandidatin, nur um eine Frau ins Rennen zu schicken." Auf die Frage, ob sie schon jemand im Kopf habe, antwortete sie vielsagend "vielleicht."

Der künftige CDU-Chef Friedrich Merz sagte der "Welt', aus seiner Sicht sei es "selbstverständlich", dass die C-Parteien eine Frau aufstellten. Positiv reagierte laut dem Sender ntv die Vorsitzende der Frauen-Union, Annette Widmann-Mauz: "Es ist Zeit für eine Frau als Bundespräsidentin. Es ist absolut selbstverständlich und notwendig, dass die höchsten Staatsämter nicht in der Hand nur eines Geschlechts liegen."

SPD, FDP und Grüne haben Mehrheit in der Bundesversammlung

ARCHIV - 23.01.2017, Berlin: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD, l) und der FDP-Vorsitzende Christian Lindner unterhalten sich vor Beginn der FDP-Bundesvorstandssitzung. (zu dpa "§Lindner: FDP für zweite Amtszeit von Bundespräsident Ste
Die FDP (rechts Parteichef Christian Lindner) ist für zweite Amtszeit von Bundespräsident Steinmeier (links)
soe wst pil, dpa, Soeren Stache

Bei der Wahl in der Bundesversammlung am 13. Februar haben SPD, Grüne und FDP zusammen eine Mehrheit. Die FDP hatte angekündigt, Steinmeier unterstützen zu wollen. Sollten die Grünen dessen Wiederwahl verhindern, würde das wohl ein jähes Ende der rot-grün-gelben Harmonie in der frisch vereidigten Bundesregierung bedeuten.

Die Bundesversammlung setzt sich aus den 736 Bundestagsabgeordneten und ebenso vielen Delegierten zusammen, die von den Landesparlamenten entsandt werden - zusammen sind es 1.472 Mitglieder.

In den ersten beiden Wahlgängen sind nach dem Grundgesetz die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder der Bundesversammlung nötig, also mindestens 736 plus eine Stimme. In einem dritten Wahlgang würde die einfache Mehrheit reichen. (uvo; dpa)