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Seit 18 Jahren auf Weltreise: Familie Zapp kehrt wieder nach Hause zurück

Seit 18 Jahren auf Weltreise: Familie Zapp kehrt wieder nach Hause zurück

Aus einer kurzen Auszeit wurde ein langes Abenteuer

Herman und Candelaria Zapp wollten sich zu Beginn dieses Jahrtausends nur eine kurze Auszeit nehmen. Doch aus einem halben Jahr wurde ein fast zwei Jahrzehnte langes Abenteuer. 18 Jahre sind die Zapps um den Globus gereist - am Anfang zu zweit und am Ende mit ihren mittlerweile vier Kindern. Die haben alle in verschiedenen Ländern das Licht der Welt erblickt. Doch nun soll ihr Abenteuer ein Ende finden. Die Highlights des Zapp-Abenteuers sehen Sie im Video!

"Wenn ich die Augen zu mache und überlege was der schönste Ort war, sehe ich keine Orte"

Alle fünf Kontinente hat Familie Zapp schon erkundet. Verliert man da nicht irgendwann den Überblick? "Wenn ich die Augen zumache und überlege, was der schönste Ort war, sehe ich keine Orte, sondern Gesichter. Die Gesichter der Leute sind mir in Erinnerung geblieben", erzählt uns Herman Zapp im Interview, als wir die Familie bei einem Zwischenstopp in Maastricht treffen.

Die Zapps, das sind neben den Eltern auch der mittlerweile 17-jährige Pampa (geboren in den USA), sein kleiner Bruder Tehue (erblickte das Licht der Welt in Argentinien), Schwester Paloma (Geburtsort: Kanada) und Nesthäkchen Wallaby (in Australien zur Welt gekommen). Da die Kinder noch nie ein festes Zuhause hatten, wurden sie unterwegs von der Mutter unterrichtet. Es sei denn, die Familie blieb mal länger an nur einem Ort.

Familie Zapp ist dankbar: "Überall haben die Leute uns die Türen geöffnet"

HANDOUT - ARCHIV - Die Familie Zapp reitet in Sumatra, Indonesien, auf Elefanten (undatierte Aufnahme). Herman und Candelaria hatten eine Traum: Im Stil früherer Entdeckungsreisender wollten sie das neue Jahrtausend mit einem sechsmonatigen Trip durc
Im indonesischen Sumatra ritt die Familie Zapp auf Elefanten.
csa, dpa, Herman Zapp

"Die Leute hatten uns gewarnt, dass die Welt ein gefährlicher Ort sei, dass man uns ausrauben oder ermorden würde", erzählt Herman. "Wir hätten nie gedacht, dass sie hingegen so wunderschön ist. Statt sieben Weltwundern haben wir sieben Milliarden Wunder erlebt - die Menschen nämlich."

Und genau diese Menschen sind es, die die Weltumrundung der Zapps möglich gemacht und ihnen großzügig ihre Gästezimmer angeboten haben. "Überall haben die Leute uns die Türen geöffnet", sagt Herman. In 2.000 Privathäusern hat die Familie über die Jahre gewohnt - allein aus Spanien waren schon vor ihrer Ankunft 400 Einladungen gekommen.

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So haben die Zapps ihre Reise finanziert

Aber wovon leben die Zapps? "Wir fertigen Kunsthandwerk, schreiben Bücher, halten Vorträge. Wir sind keine außergewöhnlichen Wesen, wir sind ganz normale Leute." Das erste Mal sei das Geld in Ecuador ausgegangen, zu einer Zeit, als das Land sich in einer schweren Krise befand. "Das war im Grunde toll, weil wir keine andere Wahl hatten, als uns etwas Neues einfallen zu lassen. So haben wir angefangen, Aquarelle zu malen - und das hat uns letztlich viel finanzielle Unabhängigkeit eingebracht."

'Club der Träumer' gründen - ihre Reise geht zu Ende

Nun soll die Weltreise allerdings ein Ende finden: Per Boot geht es über den Atlantik heim nach Argentinien. Dort wollen Herman und Cande eine Firma mit dem Namen 'Club der Träumer' gründen - und damit anderen Menschen helfen, ihre langgehegten Wünsche in die Tat umzusetzen. Einen Strand mehr oder weniger zu besuchen, habe irgendwann kaum noch einen Unterschied gemacht, sagt Herman. "Die Menschen aber, die bleiben immer etwas Besonderes - und im Grunde wollen sie alle nur eins: ihren Traum leben."