Polizeikontrolle in Saarbrücken eskaliert

SEK und Polizei stürmen Haus - Schütze (67) tot

SEK-Einsatz: Mann schießt auf Polizisten Saarbrücken
00:38 min
Saarbrücken
SEK-Einsatz: Mann schießt auf Polizisten

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Während eines Polizeieinsatzes im Stadtteil Klarenthal sind am Freitagmorgen mehrere Schüsse gefallen. Nach langen Verhandlungen stürmten die Einsatzkräfte schließlich das Haus. Bei dem Zugriff fanden sie in dem Haus eine tote Person vor. Dabei handelte es sich um den Schützen.

Polizei bestätigt: Schütze tot in seinem Haus gefunden

Die Polizei Saarland teilte mit, dass in dem Haus eine leblose Person aufgefunden worden sei. Bei dem Toten handele es sich um den Schützen. Neben dem Schützen wurde auch der Hund des 67-Jährigen leblos in der Wohnung aufgefunden. Das Tier wurde ebenfalls erschossen – sehr wahrscheinlich von dem 67-Jährigen.

Gegen 8.15 Uhr wurde erstmalig auf die Einsatzkräfte geschossen, danach verbarrikadierte sich der Schütze in seiner Wohnung. Die Polizei hatte weitere Kräfte angefordert, darunter auch eine Verhandlungstruppe.

Polizist bei Einsatz in Saarbrücken schwer verletzt

Ein Beamter wurde bei dem Angriff schwer verletzt, er schwebt allerdings nicht in Lebensgefahr. Eine Polizistin wurde zudem leicht verletzt, einige erlitten ein Knalltrauma. Der Mann schoss im Laufe des Tages immer wieder auf die Einsatzkräfte. Die Polizei wurde vor Ort von der Spezialeinheit SEK unterstützt.

Nach Informationen von RTL heißt der Mann Michael E. und arbeitete als Rechtsanwalt. Er geriet bereits zuvor in Streitigkeiten mit den Behörden. Das bestätigten mehrere Nachbarn im direkten Gespräch.

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Saarbrücken: Mann sollte Waffen und Munition abgeben

Die Waffenbehörde war am Morgen mit einem Durchsuchungsbeschlusses des Verwaltungsgerichts Saarland angerückt. Nach Angaben des Gerichtssprechers sollten bei dem Mann am Freitag Waffen und Munition sichergestellt werden, nachdem ihm zuvor die Waffenbesitzkarte „sofort vollziehbar“ entzogen worden war. Die Mitarbeiter der Waffenbehörde seien bei ihm erschienen, weil er zu erkennen gegeben habe, dass er nicht bereit sei, die Waffen freiwillig zurückzugeben.

Ein Sprecher der Polizei sagte gegen Mittag: „Derzeit ist die Lage statisch. Wir bereiten jetzt weitere Maßnahmen vor, um die Lage friedlich zu beenden.“

Die Polizei Saarland rief auf Twitter dazu auf, in den Häusern zu bleiben und sich von Fenstern fernzuhalten. Der Tatort im Bereich Wilhelmstraße/ Warndtstraße wurde für mehrere Stunden abgesperrt. (jda, eon, dpa)