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Schnipp schnapp Schniedel: Chirurg zerstört Penis bei Vergrößerungs-OP

Ganze neun Mal (!) muss Sébastien sich operieren lassen

Schnipp schnapp Schniedel: Chirurg zerstört Penis bei Vergrößerungs-OP

Mann in Unterhose.
Eigentlich wollte der junge Mann aus Frankreich nur seinen Penis verlängern. Doch dann pfuschte der Chirurg bei der OP.
Getty Images/iStockphoto, Ocskaymark

Jeder von uns hat wohl seine Problemzönchen. Die einen mögen ihre Beine nicht, die anderen ihre Nase. Einem jungen Mann aus Frankreich gefällt vor allem eines nicht: sein bestes Stück. Es ist ihm zu kurz, ein Schönheitschirurg muss ran. Doch was der mit dem Penis des Mannes anstellt, macht sprachlos.

Der Arzt spritze ihm eine falsche Flüssigkeit

Der junge Pariser, den die französischen Medien nur Sébastien nennen, will sich 2013 den Penis verlängern lassen. Dafür sucht er sich einen der besten Chirurgen in Frankreich: Dr. Paul S. Wie „Le Parisien“ berichtet, ist der Mann eine Koryphäe in Sachen plastischer Chirurgie, die Penisverlängerung sollte eigentlich kein Problem sein. Doch nach den ersten beiden Operationen klagt sein Patient über eine „Verengung der Penisbasis“, wie die Schweizer Tageszeitung „Blick“ auf ihrer Website schreibt.

Erneut legt der damals 25-Jährige sich bei Dr. S. auf den Tisch – und erneut pfuscht dieser bei der Operation. Er soll dem Mann statt Hyaluronsäure eine andere Flüssigkeit injiziert haben. Der Penis habe anschließend geschmerzt und stark gebrannt, so das Opfer laut „Blick“. „Es bildeten sich Knoten und meine Erektionen wurden zunehmend schlechter. Auch Teile der Haut lösten sich.“

Vergeblich versucht Sébastien seinen Penis zu retten

Ganze neun Mal lässt sich Sébastien bei Dr. S. operieren, in der Hoffnung seinen Penis zu retten. Vergeblich. Im Oktober 2021 verklagt er den Chirurgen schließlich wegen fahrlässiger Körperverletzung. Sein Penis sei schwer beschädigt, ständig habe er Schmerzen. Und an Sex sei erst gar nicht zu denken, so das Pfusch-Opfer. Damals bekommt Sébastien von einem Zivilgericht knapp 65.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen. Doch das reicht ihm nicht – er geht in Berufung, geht nun auch strafrechtlich gegen den Arzt vor.

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Die Strafe: Zwei Jahre Berufsverbot

Und das Gericht gibt ihm Recht. Auch die Ärzte der nationalen Ärztekammer sind sich einig: Hier liegt ein Pfusch vor . „Es geht aus keiner der Akten hervor, dass Dr. S. Sébastian eine klare und angemessene Information über die Hyaluronsäureinjektion, die er ihm vorgeschlagen hat, gegeben hat (...), obwohl das injizierte Produkt, Macrolane, (...) nicht die gleichen Eigenschaften (...) hat", begründet die Kammer ihren Beschluss, der auch „Yahoo Actualités“ vorliegt. Ab Juni 2022 unterliegt Dr. S. nun einem Berufsverbot. Für die nächsten zwei Jahre darf er dann keine Problemzonen mehr ausbügeln, ganz egal wo diese sich am Körper auch befinden. (jbü)