Abo-Modell Google One wird mit Funktionen angefüttertSchluss mit gratis: Warum Google Fotos bald Geld kosten wird

Fotos schießen macht Spaß - aber bei Google kostet es bald.
Fotos schießen macht Spaß - aber bei Google kostet es bald.
alvarez, iStockphoto, iStock

Besitzer von Android-Smartphones, das sind in Deutschland immerhin über 70 Prozent, haben diverse Google Apps vorinstalliert und müssen automatisch über ein Konto beim Suchmaschinen-Gigant aus den kalifornischen Mountain View. Und wer gerne Fotos und Videos mit seinem Smartphone macht (und wer tut das nicht), weiß auch: Google speichert die Fotos und Videos in Android automatisch in Google Fotos. Bislang eigentlich umsonst - doch schon im Juni wird der Dienst kostenpflichtig.

Erst ist es noch gratis

Per Rundmail an alle Nutzer und in einem Blogbeitrag machte das kalifornische Unternehmen jetzt bekannt: "Ab dem 1. Juni 2021 werden alle Fotos und Videos, die du in hoher Qualität sicherst, auf den kostenlosen 15-Gigabyte-Speicherplatz deines Google-Kontos oder einen anderen von dir erworbenen Speicher angerechnet, wie es schon jetzt bei anderen Google-Diensten der Fall ist, z. B. bei Google Drive und Gmail." Hört sich auf den ersten Blick so an, dass eigentlich keine Kosten anfallen - denn 15 Gigabyte sind doch nicht so schnell voll?

Wenn der Gratis-Speicherplatz erschöpft ist, muss gezahlt werden

Aber: Der Gratis-Speicherplatz von 15 Gigabyte, den Google für jeden Account vergibt, wird über alle Google-Produkte, wie zum Beispiel auch Gmail und Drive, verwendet. Wer richtig viel fotografiert und filmt, wird dadurch schnell an die Kapazitätsgrenze kommen und dann an einem kostenpflichtigen Abo in Googles Abo-Dienst Google One nicht mehr vorbeikommen. Das Unternehmen bietet dann verschiedene Optionen zum Speichern: Angefangen bei 1,99 Euro monatlich für 100 Gigabyte bis zu maximal 30 Terabyte für rund 150 Euro im Monat. Der Speicherplatz kann mit der Familie geteilt werden. Besitzer eines Pixel-Smartphones sind übrigens ausgenommen.

ARCHIV - 24.09.2019, USA, Mountain View: Das Logo von Google an der Fassade des Hauptsitzes des Mutterkonzerns Alphabet. (zu dpa «US-Regierung mit Wettbewerbsklage gegen Google») Foto: Jeff Chiu/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Plant Google weitere kostenpflichtige Dienste? Branchen-Insider rechnen damit.
JC vco, dpa, Jeff Chiu
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Werden noch andere Funktionen kostenpflichtig?

Branchen-Experten vermuten, dass Google mit diesem Schritt sein neues Abo-Modell Google One anfüttern will. Denn gleichzeitig werden bestimmte Tools zur Bild-Bearbeitung und neue Sortier-Funktionen in Google Fotos in Zukunft den Abonnenten vorbehalten sein. Ob auch andere Google-Dienste und Apps in Zukunft bestimmte Funktionen hinter einer Paywall verstecken werden, ist nicht bekannt. Doch Branchen-Insider gehen zur Zeit stark davon aus.