Äskulapnatter steht unter Artenschutz

Bewohner von Ulfenbachtal leiden unter Schlangenplage

24. August 2019 - 11:01 Uhr

Nattern-Invasion in Südhessen

Sie haben es gut gemeint. Ein bisschen zu gut vielleicht. Weil die Äskulapnatter seit 2009 auf der Roten Liste stand und vom Aussterben bedroht war, schaltete sich die "Arbeitsgruppe Äskulapnatter" ein und züchtete die Tiere. Das Ergebnis: Die Schlangen haben sich im Ulfenbachtal im Odenwald in Südhessen so stark vermehrt, dass die Anwohner jetzt über eine Plage klagen.

Bis zu zwei Meter lang

Sie wird bis zu zwei Meter lang und ist damit eine der größten Schlangenarten Europas: Die Äskulapnatter. Die Farbe kann von gelb-braun über olivgrün bis schwarz reichen. Aber keine Sorge: Das Reptil mit dem sperrigen Namen ist nicht giftig - nur nervig.

Denn die Bewohner des kleinen Örtchens Ulfenbachtal haben langsam die Nase voll. Mittlerweile gibt es so viele von den Nattern, dass sie schon in ihren Wohnzimmern rumschlängeln. Fies! Martina Tavaglione ist eine Betroffene. Sie habe großen Respekt vor den Tieren, sagte sie im Interview mit RTL. Immerhin seien die Tiere relativ groß. Wie sie mit der Plage umgeht - im Video!