Nach Schiffsbruch trieben sie auf dem offenen Meer

Mutter trinkt Urin und stillt ihre Kinder (2,6), um deren Leben zu retten

Der Bootsausflug mit Freunden endete für Mariely tödlich - ihre beiden Kinder konnte sie retten.
Der Bootsausflug mit Freunden endete für Mariely tödlich - ihre beiden Kinder konnte sie retten.
© privat

19. September 2021 - 9:36 Uhr

Bootsausflug in Venezuela endet für Mutter tödlich

Es sollte ein fröhlicher Bootsausflug unter Freunden werden. Mariely Chacón (40) ist am 3. September mit ihrer Familie und Freunden unterwegs von Higuerote in Venezuela zu der unbewohnten karibischen Insel La Tortuga. Sie werden schiffbrüchig, Mariely opfert ihr eigenes Leben, um das ihrer zweijährigen Tochter Maria und ihres sechsjährigen Sohnes Jose zu retten.

Eine riesige Welle schlägt auf das Boot

Foto: twitter/INEA
Durch eine Monsterwelle kommt es zu dem tragischen Unglück.
© INEA

Auf dem Weg zu der unbewohnten karibischen Insel kommt die Boots-Gruppe durch eine riesige Welle in Seenot – sie werden schiffbrüchig und treiben auf einem improvisierten Rettungsboot tagelang in sengender Hitze auf dem Wasser. Mariely Chacón entscheidet sich, ihre Kinder durch Stillen zu retten. Dafür trinkt sie ihren eigenen Urin.

Die Kinder lagen auf ihrer toten Mutter

Foto: twitter/INEA
Ein Rettungsboot zieht die Schiffbrüchigen aus dem Wasser - Mariely konnte nicht gerettet werden.
© INEA

Als die Seenotretter auf die Schiffbrüchigen treffen, finden sie die beiden Kinder und die Nanny lebend. Mariely Chacón ist tot. Sie stirbt an Organversagen aufgrund der Dehydrierung, berichtet die britische "The Sun".

"Sie starb drei bis vier Stunden bevor wir sie retten konnten, nachdem sie drei Tage lang kein Wasser getrunken hatte", so ein Sprecher der Seenotrettung INEA. Als die Retter bei ihnen eintreffen, klammern sich die Kinder auf ihrer toten Mutter fest.

Die 25-jährige Nanny, Veronica Martinez, rettet sich durch einen kleinen Kühlschrank, der sie vor der sengenden Hitze bewahrt hatte.

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5 Menschen werden noch vermisst

Die Kinder und die Nanny sind nach der Rettung ins Krankenhaus eingeliefert worden, wo sie wegen Dehydrierung und Verbrennungen ersten Grades behandelt worden sind.

Weitere fünf Menschen werden noch vermisst, darunter der Vater der beiden Kinder und der Boots-Skipper.

Die heldenhafte Mutter Mariely Chacón ist am Samstag, den 11. September im Beisein ihrer Kinder beerdigt worden. (mma)