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Schauspieler Dietmar Mues stirbt bei Horror-Crash

Schauspieler Dietmar Mues stirbt bei Horror-Crash

ARCHIV - Die Schauspielerfamilie Mues mit Sohn Woody (l-r), Mutter Sybille (einzige Nicht-Schauspielerin), Vater Dietmar und Sohn Wanja Mues kommt am 18.01.2007 in Hamburg im Schmidt's Tivoli auf der Reeperbahn zur «Come Together Party 2007» der Hamburger Filmförderung. Der 65-Jährige Mues und seine Frau wurden am Samstag (12.03.2011) bei einem schweren Verkehrsunfall in Hamburg getötet. Foto: Wolfgang Langenstrassen dpa/lno (zu dpa 0832 vom 13.03.2011)  +++(c) dpa - Bildfunk+++
Schauspieler Mues und Frau bei Unfall getötet
dpa, Wolfgang Langenstrassen

Vier Prominente sterben

Unter den Toten des schweren Verkehrsunfalls in Hamburg sind der Schauspieler Dietmar Mues (65), dessen Ehefrau Sibylle (60, siehe Bild) und der Sozialwissenschaftler Günter Amendt (71). Sie standen in einer Menschengruppe auf dem Fußweg, in die am 12. März das Auto eines 38-Jährigen, der vermutlich unter Drogeneinfluss stand, schleuderte. Amendt und Dietmar Mues starben noch am Unfallort, Mues' Ehefrau wenig später im Krankenhaus. Ein viertes Opfer, die Bildhauerin Angela Kurrer (65), starb ebenfalls am Unfallort. Sie war die Stiefmutter von Schauspieler Dominik Raacke (52).

In dem Auto, mit dem der 38-Jährige auf der großen Kreuzung im Stadtteil Eppendorf zuvor zusammengeprallt war, saßen der Schauspieler Peter Striebeck und dessen Ehefrau Ulla - beide kamen leicht verletzt ins Krankenhaus. Der Unfallverursacher war bei Rot über eine Ampel gerast. Insgesamt vier Menschen starben, acht erlitten leichte Verletzungen.

Der Sozialwissenschaftler Amendt sorgte in den 70er Jahren mit seinem Buch 'Sexfront’ für Aufsehen. In den 90er Jahren zog er sich aus der sexualwissenschaftlichen und sexualpolitischen Diskussion zurück. Schwerpunkt seiner Arbeit wurden Drogengebrauch und Drogenpolitik.

Der in Dresden geborene Mues war vor allem als Theater- und Filmschauspieler bekannt. Lange Zeit war er Mitglied des Ensembles am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Er und Ehefrau Sibylle hinterlassen drei Söhne Wanja, Jona und Woody, die ebenfalls im Schauspielbusiness tätig sind.

Schauspieler Peter Striebeck schwer verletzt

Ein Pkw  liegt am Samstag (12.03.2011) auf einem Fußweg im Stadtteil Eppendorf in Hamburg. Der Wagen war nach einem Zusammenstoß auf den Fußweg geschleudert worden. Bei dem Unfall starben drei unbeteiligte Menschen, neun weitere wurden verletzt. Foto: Fabian Bimmer dpa/lno (zu dpa 0997 vom 12.03.2011)  +++(c) dpa - Bildfunk+++
Auto schleudert über Gehweg - drei Tote in Hamburg
dpa, Fabian Bimmer

Gegen den 38-Jährigen Unfallverursacher wird inzwischen wegen fahrlässiger Tötung ermittelt, das bestätigte Hamburgs Polizeisprecher Andreas Schöpflin. Wie stark der Fahrer unter Drogen stand, soll im Laufe dieser Woche feststehen - dann rechnet die Polizei mit dem Ergebnis eines Bluttests. Bei einem Urin-Schnelltest des Unfallverursachers war der Wirkstoff THC nachgewiesen worden, der in Haschisch oder Marihuana enthalten ist. Daraus lasse sich aber nicht ableiten, wie viel Rauschgift er genommen habe, erklärte Schöpflin - und wie lange der Drogenkonsum her war. Der Fahrer selbst hat zu dem Unfall bisher geschwiegen.

Der Unfall hat in Hamburg Trauer und Entsetzen ausgelöst. Viele Menschen legten an der Unglücksstelle Blumen nieder und zündeten Kerzen an. Am Unfallort, einer belebten Kreuzung, treffen sechs Straßen aufeinander, die unter anderem in Richtung Flughafen führen.

Bildquelle: dpa