Schäuble sieht in Euro-Krise das Schlimmste überstanden

14. Februar 2016 - 15:16 Uhr

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sieht in der Euro-Krise das Schlimmste überstanden. "Die Finanzmärkte fassen zunehmend Vertrauen in diese europäische Währung", sagte der CDU-Politiker bei einer CSU-Klausur in Wildbad Kreuth. Die Anleihezinsen für Länder wie Spanien und Italien seien inzwischen nicht mehr so überzogen. Dies führe aber dazu, dass Zinsen für bisher als sichere Anlageländer geltende Staaten wie Deutschland stiegen. "Auch das ist ein Element, dass wir allmählich zu einer Normalisierung kommen." Der Finanzminister musste bei der jüngsten Versteigerung einer zehnjährigen Anleihe eine höhere Rendite in Kauf nehmen. Schäuble sagte weiter: "Wir sind auf einem guten Weg. Wenn wir den Weg fortsetzen, besteht viel Grund zu der Annahme, dass wir das Schlimmste hinter uns haben." Ein Zurücklehnen wäre aber falsch.

Der Finanzminister verwies auch auf Fortschritte in den Krisenländern Irland, Portugal und Griechenland. "Es spricht viel dafür, dass der Weg, den wir in den letzten Jahren gegangen sind, richtig und erfolgreich ist."