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Saugroboter im Test: Welche Modelle sich jetzt wirklich lohnen

Ganz schön praktisch, so ein Staubsaugerroboter. Die Wohnung wird sauber, während wir unsere Freizeit genießen.
© iStockphoto

23. Oktober 2020 - 10:22 Uhr

Saugroboter: Praktischer Helfer – aber welcher ist der beste?

Der Hausputz ist mitunter eine lästige Angelegenheit und längst nicht jedermanns Sache. Saugroboter sollen ihren Besitzern unerfreuliche Arbeit abnehmen – autonom, unauffällig und gründlich. Doch klappt das? Tests zeigen, dass längst nicht jeder Staubschlucker überzeugt. Hier erfahren Sie, welche Modelle wirklich gut sind und was Sie beim Kauf eines Saugroboters beachten sollten.

Saugroboter: Was ist wichtig?

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Es gibt Dutzende Saugroboter-Modelle auf dem Markt. Vor dem Kauf eines Geräts gibt es einiges zu beachten. Hier die wichtigsten Punkte.

  • Höhe: Ob unter dem Sofa, Bett oder der Kommode – mit einem klassischen Sauger erreichen Sie viele Stellen nur mit Mühe. Damit Saugroboter auch diese kritischen Bereiche säubern, müssen sie kompakt sein. Je geringer die Bauhöhe des Helfers ausfällt, desto besser.
  • Akkulaufzeit: Die Saugroboter fahren nur eine bestimmte Zeit mit einer Akkuladung. Gerade bei größeren Wohnungen oder einem Haus ist ein starker Akku von Vorteil. Denn dann muss ein Roboter seltener an der Ladestation zwischentanken – dorthin fährt er in der Regel automatisch, wenn die Akkuleistung dem Ende zugeht.
  • Saugleistung: Das Wichtigste vorweg: Einen klassischen Staubsauger ersetzen die kleinen Helfer nicht. Tierhaare auf dem Teppich beispielsweise stellen sie regelmäßig vor Herausforderungen – und zeigen die Grenzen des Einsatzbereichs von Saugrobotern auf.
    Doch sie sind eine praktische Ergänzung, wenn etwa die Reinigung von Hartböden wie Parkett und Laminat auf dem Programm steht – und primär Staub und grober Schmutz zu entfernen sind. Doch auch bei diesen vergleichsweise leicht zu reinigenden Untergründen zeigen sich Unterschiede zwischen den kleinen Helfern.
  • Funktionsvielfalt: Über die Qualität eines Saugroboters entscheidet primär dessen Reinigungsleistung. Doch einige grundlegende Zusatzfunktionen sollte er ebenfalls bieten, denn sie erleichtern den Umgang mit dem Gerät. So gibt es für die meisten Roboter inzwischen Apps, mit denen sich beispielsweise Zeitpläne erstellen lassen – so legen Sie unter anderem fest, dass der Helfer nur während Ihrer Abwesenheit durch die Räume surrt.
    Praktisch auch: Einige Sauger erstellen mithilfe diverser Sensoren und Kameras selbsttätig virtuelle Karten Ihrer Räumlichkeiten – mit der App greifen Sie darauf zu und definieren auf Wunsch Bereiche in Ihrer Wohnung, die die Helfer nicht ansteuern sollen. Nicht ganz so smart, aber dennoch hilfreich sind Magnetbänder oder Infrarot-Plastikaufsteller, die einige Hersteller als Zonenbegrenzer beiliegen.
  • Wischen, saugen – oder beides? Inzwischen gibt es neben Saugrobotern auch Modelle, die Böden wischen. Ausgestattet sind sie jeweils mit einem Wassertank sowie einem Wischtuch, das sie über den Boden wirbeln. Versprechen Sie sich jedoch keine Wunder von den Heinzelmännchen! Im Test von Stiftung Warentest (Ausgabe 1/2020) erreichte keines der Geräte ein gutes Gesamturteil. Häufig waren Flecken nach der Reinigung noch zu sehen. Auch Kombigeräte, die wischen und saugen, schnitten in dieser Disziplin nicht besser ab.
  • Geräuschpegel: Die fleißigen Helfer machen bei der Arbeit teils ordentlich Radau, der Lärm kann störend sein. In der Regel liegt der Pegel zwischen 60 und 80 Dezibel (dB). Wischroboter arbeiten mit etwa 10 dB deutlich leiser.

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Für wen lohnt sich ein Saugroboter?

Ein Saugroboter kann durchaus eine sinnvolle Ergänzung zu Hand- und Bodengeräten sein, wenn Sie den kleinen Helfer täglich oder mehrmals in der Woche durch die Wohnung wirbeln lassen. Auf Hartböden schluckt er Staub und groben Schmutz in der Regel problemlos. Die Grundreinigung mit einem klassischen Staubsauger ist somit seltener notwendig. Vor allem für ältere Menschen, die mit den teils schweren und unhandlichen Geräten nicht mehr jede Ecke ihrer Wohnung erreichen, sind die Roboter eine Erleichterung.

Für wen lohnt sich ein Saugroboter nicht?

Bei verwinkelten Räumen, vielen Hindernissen in Zimmern, kuscheligen Hochflor-Teppichen, Teppichfransen, hohen Türschwellen und Schmutz wie Katzenhaaren kapitulieren Saugroboter in der Regel. Deren Saugleistung ist deutlich geringer als die klassischer Geräte – selbst die besten Roboter entfernen laut Stiftung Warentest nur etwa die Hälfte des Staubs aus einem Teppich. Auch für preisbewusste Menschen sind die mechanischen Helfer keine Option: Die Spitzenmodelle kosten fast 1.000 Euro – also etwa dreimal so viel wie sehr gute reguläre Bodensauger.

Vorwerk Kobold VR300: Das kann der Testsieger

Vorwerk Kobold VR300
Obenauf: Der Vorwerk Kobold VR300 wurde mit der Note 2,4 von der Stiftung Warentest zum Testsieger gekürt.
© Vorwerk

Vorwerks Kobold VR300* staubte mit der Gesamtnote 2,4 ("gut") den Testsieg im Vergleich von Stiftung Warentest (Ausgabe 3/2019) ab. Vor allem auf Hartböden überzeugte er mit "sehr guten" Reinigungsergebnissen bei Grobgut, auch auf Teppichböden arbeitete er "gut". Mit einer App lassen sich unter anderem Zeitpläne und Sperrzonen erstellen – Stiftung Warentest stuft die Anwendung in Bezug auf die Datensicherheit als unkritisch ein.

Feinstaub hält der Kobold laut der Tester allerdings eher weniger gut zurück. Ein Hindernis womöglich auch: Vorwerk verlangt normalerweise satte 850 Euro für seinen Testsieger-Kobold VR300. Immerhin sichern Sie sich den Vorwerk-Saugroboter derzeit (Stand: 22.10.2020) zum Aktionspreis von 799 Euro.

  • Preis: circa 850 Euro, aktuell 799 Euro
  • Gewicht: 4,2 Kilogramm
  • Höhe: 9 Zentimeter
  • App-Steuerung
  • Laser-Navigation
  • Schallleistungspegel: 70 dB

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AEG RX9-1-IBM: Gute Alternative

AEG RX9-1-IBM
Der AEG RX9-1-IBM schneidet mit der Note 2,5 vergleichsweise gut ab.
© AEG

Der AEG RX9-1-IBM* ist mit einer Gesamtnote von 2,5 ("gut") kaum schlechter als Vorwerks Kobold, dabei jedoch gut 300 Euro günstiger. Er reinigt nahezu auf dem Niveau des Spitzenreiters, nur bei der Navigation hakte es im Test – der Sauger ließ Bereiche aus. Zudem lassen sich weder per App noch durch Begrenzer Sperrzonen für den Roboter einrichten. Positiv fiel hingegen die mit 0,7 Litern Fassungsvermögen vergleichsweise große Staubbox auf.

  • Preis: circa 550 Euro
  • Gewicht: 2,5 Kilogramm
  • Höhe: 9 Zentimeter
  • App-Steuerung
  • Laser-Navigation
  • Schallleistungspegel: 80 dB

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Miele Scout RX2 Home Vision: Das saugende Auge

Miele Scout RX2 Home Vision
Der Scout RX2 Home Vision von Miele saugt und schickt bei Bedarf sogar Bilder von seiner Saugrunde ans Smartphone.
© Miele

Der technische Clou des Scout RX2 Home Vision von Miele*: Er ist Staubschlucker und rollende Überwachungskamera in einem. Wer unterwegs sehen möchte, wo der Roboter zu Hause gerade saugt, lässt sich in Echtzeit Bilder auf sein Handy schicken, die der Helfer bei seiner Arbeit aufnimmt. Auf Wunsch steuern Sie ihn auch manuell per App gezielt in Räume, um dort aus der Ferne nach dem Rechten zu schauen – oder Sie legen eine Route fest, auf der die Kiste Patrouille fährt.

Der technische Schnickschnack bessert allerdings seine durchschnittliche Saugleistung nicht auf: Auf Teppichböden erreicht der Scout RX2 Home Vision laut Stiftung Warentest zumeist "ausreichende" Ergebnisse, auf Hartböden arbeitet er in der Regel "befriedigend". Startzeiten lassen sich per App einstellen, Sperrzonen nicht.

Letztere markieren Sie mithilfe des mitgelieferten Magnetbands, das mit einem Meter allerdings nicht sonderlich lang ist. Alles andere als kurz fällt hingegen laut Stiftung Warentest die Akkulaufzeit aus: 148 Minuten bieten ausreichend Zeit für größere Räumlichkeiten.

  • Preis: circa 650 Euro
  • Gewicht: 3,3 Kilogramm
  • Höhe: 8,7 Zentimeter
  • Steuerung per App und Fernbedienung
  • Schallleistungspegel: 64 dB

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Ecovacs Deebot Ozmo 950: Kombigerät mit Sieger-Genen

Deebot Ozmo 930 von Ecovacs
Der Deebot Ozmo 930 von Ecovacs kann saugen und wischen.
© Ecovacs

Der Deebot Ozmo 930 von Ecovacs* saugt nicht nur die Bude, er wischt sie auch – und das laut Stiftung Warentest besser als die Wettbewerber. Beim Saugen von Hart- und Teppichböden liefert er zumeist "befriedigende" Ergebnisse, beim Wischen tut er sich schwerer. Angetrockneten Senf löst der Helfer beispielsweise nicht restlos vom Boden. Mit einer Note von 3,1 belegt das Gerät in Ausgabe 1/2020 unterm Strich jedoch den Spitzenplatz bei den Kombigeräten.

Der Haken: Der Deebot Ozmo 930 ist ein Auslaufmodell, von dem im Handel nur noch Restposten zu ergattern sind. Doch im Nachfolger steckt möglicherweise ebenfalls ein Sieger-Gen: Im Test von chip.de beispielsweise erhielt der Deebot Ozmo 950 die Wertung "1,6". Der Roboter zeigt sich im Vergleich zum Vorgänger unter anderem in seiner App-Funktionalität verbessert. So lassen sich etwa Karten mehrerer Stockwerke anlegen – ein Vorteil für Hausbesitzer.

Dazu passend fällt auch die Laufzeit erfreulich hoch aus: Bis zu 200 Minuten soll der Akku des Helfers laut Hersteller ohne Ladestopp durchhalten. Möglich, dass Sie den Staubbehälter zuvor entleeren müssen, denn dessen Volumen fällt mit 0,43 Litern recht klein aus. Zudem verheddert sich der Deebot Ozmo 950 laut chip.de regelmäßig in Teppichfransen.

  • Preis: circa 500 Euro
  • Gewicht: 4,5 Kilogramm
  • Höhe: 9,3 Zentimeter
  • Steuerung per App

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Vileda Virobi: Unschlagbar günstig – aber auch gut?

Vileda Virobi
Beim Vileda Virobi müssen Sie ein paar Abstriche machen, dafür kostet er nur circa 37 Euro.
© Vileda

Saugroboter sind keine Schnäppchen, selbst die günstigsten Vertreter sind kaum unter 100 Euro zu haben. Anders der ultraflache Vileda Virobi*, den es schon für circa 37 Euro gibt. Die vom Hersteller verbaute Technik macht ihn preiswert: Statt den Staub zu saugen, wischt der Helfer ihn mithilfe seiner Vliestücher auf – und das laut chip.de "besser als erwartet". Nach Angaben der Tester räumt er Schmutz wie Haare und Staub gut ab, allerdings bleibt nicht jeder Dreck im Vliestuch hängen.

Der größte Haken jedoch: Der Virobi schrubbt aufgrund seines Funktionsprinzips ausschließlich glatte Böden wie Laminat und Fliesen. Auf einem verschmutzten Teppich beispielsweise versagt er den Dienst. Zudem rollt der Roboter blind durchs Zimmer: Sensoren hat Vileda nicht verbaut. So saust der Helfer so lange geradeaus, bis er an Wand, Schrank oder Sofa anschlägt. Dann dreht sich der Virobi selbsttätig, bis er wieder freie Fahrt hat.

Systematisch putzt er die Zimmer also nicht. Aufgrund fehlender Sensorik stürzt er zudem an jeder Treppe ab. Dank robuster Bauweise laufen die Unfälle jedoch zumeist glimpflich ab. Unterm Strich ist der Virobi laut chip.de "ein guter Helfer für zwischendurch bei geeigneten Räumen".

  • Preis: circa 37 Euro
  • Gewicht: 400 Gramm
  • Höhe: 4,5 Zentimeter
  • Akkulaufzeit: circa 6 Stunden laut Hersteller

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