Mit gefährlichen Listerien belastet

Rückruf von Forellenfilets - Schwangeren drohen Totgeburten!

Forellen in einer Kiste - bei geräucherten Filets dieser Fische droht jetzt Gefahr! (Symbolbild)
Forellen in einer Kiste - bei geräucherten Filets dieser Fische droht jetzt Gefahr! (Symbolbild)
deutsche presse agentur

Wer Fisch mag, der greift gerne zu geräucherten Forellenfilets. Doch genau da müssen Kunden ganz genau hinschauen! Eine Fischzucht aus Baden-Württemberg muss die Delikatesse zurückrufen. Denn der Verzehr birgt gesundheitliche Risiken, insbesondere für Schwangere. Es drohen sogar Totgeburten.

Listerien oft in Fleisch, Fisch und Milchprodukten

Den Rückruf ausgelöst hat die Forellenzucht Baden-Baden GmbH. Über die KATWARN-App wurde der Rückruf bekannt gegeben. Betroffen sind die geräucherten Forellen mit Verbrauchsdatum am 22. August. Denn der Listerien-Gehalt in dem Fisch ist deutlich zu hoch. Betroffene können den Fisch bei der Zucht zurückgeben.

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Isst ein Mensch mit Listerien kontaminierte Lebensmittel kann er an der Infektionskrankheit Listeriose erkranken. Besonders oft kommt das Bakterium in Fleisch, Fisch und Milchprodukten vor. Sie sind sehr widerstandsfähig, sterben aber, wenn die Produkte bei mindestens 70 Grad gut durchgegart werden. Das ist bei geräucherten Fischen oft nicht der Fall.

Listerien-Vergiftung sehr gefährlich für Ungeborene

Für gesunde Menschen kann die Infektion völlig harmlos verlaufen. Doch abwehrgeschwächte Personen, wie alte Menschen, Menschen mit chronischen Erkrankungen, Transplantationen, Neugeborene oder eben Schwangere sind durch das Virus bedroht. In der Regel kommt es zu grippeähnlichen Symptomen, Erbrechen, Durchfall, Muskelschmerzen, Blutvergiftungen.

Bei Schwangeren kann es passieren, dass die werdende Mutter selbst gar nichts von der Vergiftung bemerkt. Doch die Krankheit überträgt sich auch auf das Ungeborene – im schlimmsten Fall droht der Tod. (eon)