In einer Bar in Rotterdam

Holländische Hooligans attackieren Union-Delegation um Präsident Zingler

21. Oktober 2021 - 15:54 Uhr

Eine Frau im Krankenhaus

Im Vorfeld des Spiels von Feyenoord Rotterdam gegen Union Berlin in der UEFA Conference League (18.45 Uhr, LIVE im Stream auf TVNOW) kommt es zu einer Hooligan-Attacke auf eine Delegation des Bundesligisten. In einer Bar fliegen Stühle. Eine Person wird ins Krankenhaus gebracht. Im Video oben erläutert Unions Pressesprecher Christian Arbeit, wie sich die Berliner Fans bei ihrer Anreise nach Rotterdam am besten verhalten sollen.

Polizei ermittelt noch

Eine Abordnung um Union-Berlin-Präsident Dirk Zingler ist vor dem Spiel in der UEFA Conference League gegen Feyenoord Rotterdam in einer Bar attackiert worden. Das bestätigt der Verein RTL/ntv.

Eine Person soll bei dem Angriff verletzt worden sein, eine Person aus der Gruppe der Angreifer wurde festgenommen. Die Polizei Rotterdam teilte mit, dass die Untersuchungen zu dem Vorfall noch andauern. Zuerst hatte der "Berliner Kurier" über den Vorfall berichtet.

Video: Union-Pressesprecher schildert Hooligan-Attacke in Rotterdam-Bar

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"Schreck sitzt noch in den Knochen"

Rund 25 Personen hatten sich am Vorabend des Auswärtsspiels in einer Bar unweit des Team-Hotels eingefunden. Darunter befanden sich unter anderem Union-Berlin-Präsident Dirk Zingler und Mediendirektor Christian Arbeit. "Bei einem Vorfall in einer Gastronomie wurde mit Stühlen und anderen Gegenständen auf mehrere Personen geworfen. Ein Opfer wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die Verdächtigen sind geflohen", schreibt die Polizei Rotterdam auf Twitter.

"Zum Glück ist niemand ernsthaft verletzt, aber der Schreck sitzt noch in den Knochen", sagte Union-Mediendirektor Christian Arbeit zu RTL/ntv.

Die Angreifer sollen der Hooligan-Szene des niederländischen Vereins zuzurechnen sein. Trotz ihrer Flucht kam es im weiteren Verlauf des Abends zu einer Festnahme, bestätigte die Polizei Rotterdam, die auf RTL/ntv-Nachfrage von nun "laufenden Ermittlungen" spricht.

Stühle als Schutzschirm gegen Wurfgeschosse

Bilder zeigen eine verwüstete Bar. Der "Berliner Kurier" berichtet, dass "einige Mitglieder der Delegation gegen die Wurfgeschosse geistesgegenwärtig die Stühle als Schutzschirme gebrauchten" und so schlimmere Verletzungen verhindert hätten. Andere Delegationsmitglieder flüchteten von der Terrasse in die Bar.

Am Vormittag meldete sich auch Feyenoord mit einem Statement. "Der Verein distanziert sich in jeder Hinsicht von den Leuten, die sich zu dieser feigen Tat herabgelassen haben, und ist der Meinung, dass sich niemand, der Feyenoord und die Stadt auf so wahnsinnige Weise in ein negatives Licht rückt, als Anhänger bezeichnen kann oder darf", schrieben sie auf Twitter. "Feyenoord hofft auch, dass die Täter gefunden und für diesen schockierenden Fall von Gewalt in der Öffentlichkeit bestraft werden."

Union Berlin nahm die Entschuldigung auf Twitter an.

Der Betreiber der Rotterdamer Bar, Thijmen van den Ende, bestätigte die Angriffe im "Dagblad 010". Er sagte: "Wir alle lieben diesen Klub, nicht wahr? Aber eine Bar in der eigenen schönen Stadt abzureißen, ist nicht so anständig, oder? In den Gruppen-Apps gab es Gerüchte, dass hier Fans von Union Berlin sitzen, aber in Wirklichkeit waren es Mitarbeiter und Verwaltung." (ntv.de)