Rodel-Sport trauert„Goldschmied“ Sepp Lenz im Alter von 88 Jahren gestorben

Erfolge und Schicksalsschläge pflasterten seine Karriere.
Sie nannten ihn den „Goldschmied“ vom Königssee: Der Rennrodelsport hat Sepp Lenz ein ganzes Leben begleitet, daran konnten auch Schicksalsschläge nichts ändern. Jetzt ist der langjährige Bundestrainer gestorben – im Alter von 88 Jahren.
Stammplatz des „Goldschmieds“ bleibt nun leer
An seiner geliebten Eisbahn bleibt der Stammplatz des „Goldschmieds vom Königssee“ nun leer. Der Kufensport trauert um den Rodel-Pionier und langjährigen Bundestrainer Sepp Lenz, der in seiner bayerischen Heimat im Alter von 88 Jahren gestorben ist.
„Mit seinem enormen Fachwissen führte er Generationen von Athleten zum Erfolg und sorgte dann auch als Eismeister für faire Wettkämpfe“, sagte IOC-Präsident Thomas Bach, der sich von Lenz' Leidenschaft für den Rodelsport nach eigenen Worten anstecken ließ.
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96 Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften
Lenz war vom Rodel-Sport fasziniert - trotz mancher Schicksalsschläge. Drei Einzeltitel und zwei deutsche Meisterschaften im Doppelsitzer holte Lenz, 1962 wurde er Einsitzer-Europameister. 1964 bei den Winterspielen in Innsbruck eroberte Rennrodeln die olympische Bühne, doch die Premiere endete für Lenz und seinen Partner Josef Fleischmann bitter. Die Doppelsitzer verunglückten, Fleischmann erlitt eine Gehirnprellung, Lenz wurde am Arm schwer verletzt.
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Nach eineinhalb Jahren im Krankenstand wurde Lenz Bundestrainer - und das äußerst erfolgreich. 30 Jahre lang führte er deutsche Rodlerinnen und Rodler von Erfolg zu Erfolg. Unter seiner Regie wurden zwischen 1965 und 1995 insgesamt 96 Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften eingefahren.
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Lenz verliert bei Unglück Unterschenkel
Lenz war es auch, der Rodel-Idol Georg Hackl zum Erfolg führte. 1992 holte sein Schützling den ersten von drei Olympiasiegen. Vor der Wiederholung zwei Jahre später in Lillehammer geschah das Unglück: Ende 1993 wurde Lenz auf der Kunsteisbahn in Winterberg beim Schneefegen von einem Schlitten erfasst - und verlor einen Unterschenkel. „Ich war halt eine Sekunde zu spät.“
Doch nach nicht einmal zwei Monaten beim zweiten Olympiasieg von Hackl stand er wieder an der Bahn. Über seine Bein-Prothese redete er nicht viel. „An sie habe ich mich schon lange gewöhnt, sie bereitet mir keine Probleme.“
Auch wenn Lenz viele Würdigungen wie das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse oder den Bayerischen Sportpreis in der Kategorie „Sportliches Lebenswerk“ bekam - er blieb immer bescheiden. Und er genoss das Leben im Kreise seiner Familie in Schwöb am Königssee mit Frau Annelies und seinen drei Töchtern. Den geplanten Wiederaufbau seiner 2021 teilweise durch eine Lawine zerstörten Heimatbahn am Königssee wird er nun nicht mehr erleben. Lenz starb in der Nacht auf den 4. Mai. (dpa/pol)


