Erfreulich für Portemonnaie und Klima!

Mit diesen fünf simplen Heiztipps sparen Sie bis zu 400 Euro

28. Oktober 2019 - 20:50 Uhr

Beim Heizen lässt sich viel Geld sparen

Langsam aber sicher wird es wieder kälter, die Ersten stellen schon ihre Heizungen an. Viele zögern jedoch noch, den Heizungsregler aufzudrehen. Schließlich ist es nicht billig, die Wohnung warm zu halten. Dabei können Sie Ihre Heizkosten deutlich verringern - wenn Sie nur einige Tipps beachten. Mit unseren fünf Tipps senken Sie Ihre Energiekosten kinderleicht. Und das Beste: Sie schonen obendrein das Klima. Und das, ganz ohne zu frieren.  

​Im Video verraten wir Ihnen, warum Sie auch beim Staub wischen Heizkosten sparen können und wie Sie garantiert jedes Staubkorn aus den Heizungen entfernen!

Weniger heizen und Klima schonen

Laut Umweltbundesamt entfallen 60 Prozent unseres CO2-Ausstoßes aufs Heizen - viel mehr als Strom. Das entspricht ungefähr 1,64 Tonnen CO2 im Jahr pro Person. Zum Vergleich: Flugreisen kommen laut Umweltbundesamt im deutschen Schnitt nur auf eine halbe Tonne pro Jahr. Richtig heizen bedeutet deshalb nicht nur Energie zu sparen, sondern auch Geldbeutel und Klima zu schonen. "Co2online", eine gemeinnützige Beratungsgesellschaft für Klimaschutz, hat genau berechnet, wie sich die folgenden Energiespartipps auf unseren Geldbeutel auswirken.

Tipp 1: Raumtemperatur um ein Grad senken

Einspar-Potenzial: 40 Euro/ 80 Euro*

Jedes Grad, das wir weniger heizen, spart rund sechs Prozent an Heizkosten! So können Sie bis zu 275 kg CO2 im Jahr vermeiden, wenn Sie die Raumtemperatur in Ihrer Wohnung lediglich um ein Grad senken, so die Berechnungen von "Co2online".

Das sind die Richtwerte für eine ideale Temperatur:

  • in Küche und Wohnzimmer: 20 Grad
  • im Badezimmer: 21 Grad
  • im Schlafzimmer: 14 bis 16 Grad

* Die Berechnungen basieren auf den folgenden durchschnittlichen Haushaltsgrößen:

  • 70 m2-Wohnung im Mehrfamilienhaus mit Gasheizung / zwei Personen
  • 110 m2-Einfamilienhaus mit Gasheizung / drei Personen

Tipp 2: Richtig lüften

Einspar-Potenzial: 85 Euro/ 170 Euro*

Lüften ist wichtig - aber bitte richtig! Anstatt die Fenster nur zu kippen, sollten Sie lieber stoßlüften! Öffnen Sie deshalb die Fenster mehrmals für einige Minuten vollständig! Tipp: Öffnen Sie gegenüberliegende Fenster am besten gleichzeitig - durch den Durchzug tauscht sich die Luft noch schneller aus. Stoßlüften statt Kipplüften spart bis zu 170 Euro* im Jahr.

Frau am geöffneten Fenster
Damit kein Schimmel entsteht, ist das richtige Lüften der Wohnung wichtig.
© picture alliance

Tipp 3: Fenster abdichten

Einspar-Potenzial: 35 Euro/ 70 Euro*

Heizen hilft wenig, wenn ein Teil der Wärme durch undichte Fenster und Türen entweicht. Durch Zugluft kann bis zu 20 Prozent der Energie verloren gehen. Wo genau es zieht, können Sie gut mit einem angezündeten Teelicht herausfinden. Im Fachhandel oder Baumarkt gibt es eine große Auswahl an unterschiedlichen Dichtungsbändern und Zugluftstoppern.

Tipp 4: Vorhänge zu!

Einspar-Potenzial: fünf Euro/ 15 Euro*

Richtig heizen heißt auch: die Wärme nicht aus der Wohnung entweichen lassen. Damit sie auch in der Nacht in der Wohnung oder im Haus verbleibt, empfehlen Experten, Vorhänge, Rollläden oder Jalousien nachts stets zu schließen. Auf diese Weise lassen sich bis zu 20 Prozent Wärmeverlust verhindern - vorausgesetzt, die Vorhänge werden nicht vor den laufenden Heizkörpern zugezogen.

Tipp 5: Heizkörper entlüften

Einspar-Potenzial: 35 Euro/ 70 Euro*

Das Gluggern in der Heizung ist ein untrügliches Zeichen: Es ist Luft im Heizkörper - und das ist schlecht. Denn jede Luft­blase bedeutet unnötige Energie­verschwendung. Befindet sich Luft im Heizkörper, muss die Heizung entlüftet werden. Am besten machen Sie das direkt zu Beginn der Heizsaison. Sie benötigen dazu lediglich einen Entlüftungsschlüssel, einen Eimer und ein Handtuch.

* Die Berechnungen basieren auf den folgenden durchschnittlichen Haushaltsgrößen:

  • 70 m2-Wohnung im Mehrfamilienhaus mit Gasheizung / zwei Personen
  • 110 m2-Einfamilienhaus mit Gasheizung / drei Personen