Rettung für Rehkitze

Drohnen sollen Kitze vor dem Mähdrescher bewahren

27. Mai 2021 - 18:40 Uhr

Die Drohne sucht im hohen Gras mithilfe einer Wärmebildkamera nach Rehkitzen.

Denn die werden immer wieder Opfer von Mähdreschern. Das NRW-Umweltministerium hat 200.000 Euro für 33 Drohnen zur Verfügung gestellt. So soll den Landwirten die Suche nach den kleinen Kitzen erleichtert werden. Eine Drohne schafft 1 Hektar in 5 Minuten. Ohne technische Hilfsmittel dauert das alles deutlich länger.

Im Mai und Juni bringen die Rehe ihre Kitze im hohen Gras zur Welt. Die geruchlosen Jungtiere sind dort vor Fressfeinden sicher. Aber nicht vor Mäharbeiten. Die Kitze haben einen sogenannten Drückinstinkt. Sie pressen sich bei Gefahr flach auf den Boden und bewegen sich nicht mehr. Fliehen also nicht.

Rehe finden ihre Jungen übrigens jederzeit wieder. Auch wenn das Kitz zur Rettung vor dem Mähdrescher an den Rand der Wiese getragen wurde. Die Mutter fiept, der Nachwuchs antwortet. Laut Schätzungen könnten mithilfe der Drohnen 150 bis 250 Kitze pro Landkreis vor dem tödlichen Mähdrescher bewahrt werden.